Die Bundespolizei FBI hat bei einer Durchsuchung des Büros von Ex-Sicherheitsberater John Bolton in Washington brisante Unterlagen sichergestellt. Laut Gerichtsakten handelt es sich um Dokumente, die mit „classified“, „secret“ oder „confidential“ gekennzeichnet waren.
Darunter befanden sich u. a. Papiere zu Waffenprogrammen, zu einer US-Mission bei den Vereinten Nationen und zur Kommunikationsstrategie der Regierung. Die Durchsuchung fand bereits am 22. August auf Grundlage eines richterlichen Beschlusses statt.
Boltons Anwalt Abbe Lowell wies die Vorwürfe zurück. Viele der Dokumente stammten noch aus der Zeit der Regierung George W. Bush (1998–2006) und seien längst im Zuge der Veröffentlichung von Boltons Memoiren überprüft worden. „Ein objektiver und gründlicher Blick wird zeigen, dass hier nichts Unangemessenes gelagert wurde“, so Lowell.
Bolton, einst UN-Botschafter und Sicherheitsberater unter Donald Trump, ist seit Jahren ein scharfer Kritiker des Ex-Präsidenten. 2020 erklärte er sogar, er hätte im ersten Impeachment-Verfahren gegen Trump wohl für eine Verurteilung gestimmt.
Brisant ist der Zeitpunkt der Ermittlungen: Mehrere prominente Trump-Kritiker stehen aktuell im Visier der Justiz – darunter auch New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James oder Sonderermittler Jack Smith. Beobachter befürchten, Trump könnte seine zweite Amtszeit nutzen, um politische Gegner gezielt juristisch unter Druck zu setzen.
Trump selbst befeuerte diese Spekulationen: Auf seiner Plattform Truth Social forderte er Generalstaatsanwältin Pam Bondi auf, „JETZT GERECHTIGKEIT“ walten zu lassen – und nannte namentlich bekannte Gegner wie James Comey oder Adam Schiff, die seiner Ansicht nach angeklagt werden sollten.
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