Fast 17 Prozent der Jugendlichen wird Opfer von Kriminalität

Gewalt und Kriminalität tauchen im Leben von vielen Berliner Jugendlichen auf.

Doch auch im gesamtdeutschen Durchschnitt sind die Zahlen, die das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen nicht zu verachten. Insgesamt gaben 16,8 Prozent der befragten Jugendlichen an, sie seien beraubt, erpresst oder geschlagen worden. In Berlin gaben dies 17,9 Prozent der Jugendlichen an. 12,8 Prozent wurden in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Körperverletzung. Berlin hätte nach Angaben des Direktors des Forschungsinstituts, Christian Pfeiffer, „keine auffallend höhere Kriminalitätsrate als andere Städte“. Für die Studie gaben 19 Prozent der befragten Jugendlichen in Berlin an, schon einmal eine Gewalttat verübt zu haben. Im Bundesdurchschnitt waren es 21 Prozent. Die meisten Gewalttaten geschahen in U- oder S-Bahnen, vor allem in Berlin. Im öffentlichen Nahverkehr werden mehr als 20 Prozent der Taten verübt. Laut der Studie werden Schüler aus Einwanderer-Familien häufiger gewalttätig. Besonders Jugendliche, deren Eltern aus der ehemaligen Sowjetunion oder aus der Türkei stammen, weisen deutlich höhere Gewalt- und Kriminalitätsquoten als der Durchschnitt auf.

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