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Ex-Frau unter Verdacht: Fünf Festnahmen nach Mord an UC-Berkeley-Professor in Athen

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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In Griechenland sind fünf Personen wegen des Mordes am US-Professor Przemyslaw Jeziorski festgenommen worden – darunter seine Ex-Frau und deren aktueller Partner. Das bestätigte die griechische Polizei am Mittwoch. Der 43-jährige Professor für Marketing an der renommierten University of California, Berkeley war am 4. Juli in einem Vorort von Athen erschossen worden.

Die Festgenommenen – zwei griechische Staatsbürger, zwei Albaner und ein Bulgare – sollen am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Laut dem staatlichen Sender ERT gehören zu den Verdächtigen die 43-jährige Ex-Frau des Opfers und ihr 35-jähriger Lebensgefährte.

Jeziorski war laut Polizeiangaben gerade in Athen, um seine Kinder zu besuchen und an einer Sorgerechtsanhörung teilzunehmen. Die Tat ereignete sich nur einen Tag nach dem Gerichtstermin in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus seiner Ex-Frau im Stadtteil Agia Paraskevi.

Hinweise auf Auftragsmord

Ein maskierter Täter soll den Wissenschaftler gegen 16:15 Uhr auf offener Straße mehrfach aus nächster Nähe angeschossen haben – mit Treffern im Hals- und Brustbereich. Sieben Patronenhülsen einer 9-Millimeter-Waffe wurden am Tatort sichergestellt. Zeugen berichten von sechs Schüssen und einem in Schwarz gekleideten, flüchtenden Täter.

Ein hoher Polizeibeamter erklärte gegenüber CNN, dass auch ein Auftragsmord-Szenario geprüft werde. Jeziorski sei in Griechenland nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten, so die Polizei.

Trauer an der UC Berkeley

Die University of California, Berkeley zeigte sich tief betroffen. In einer offiziellen Mitteilung heißt es, Jeziorski habe „eine große Leidenschaft für die Lehre“ gehabt. In seinen 13 Jahren an der Haas School of Business habe er mehr als 1.500 Studierende unterrichtet, vor allem im Bereich Datenanalyse. Dekanin Jenny Chatman nannte ihn ein „geschätztes Mitglied unserer Fakultät“.

Die Familie des Opfers hat unterdessen eine Spendenkampagne gestartet, um die Überführung der Leiche nach Polen und die rechtliche Aufarbeitung in Griechenland zu finanzieren. „Unsere Familie ist am Boden zerstört“, schrieb sein Bruder Łukasz Jeziorski auf der Spendenseite. „Wir tun alles, um sicherzustellen, dass Gerechtigkeit geschieht.“

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