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Ex-CNN-Moderator Don Lemon nach Kirchenprotest in Minnesota festgenommen – Kritik an US-Einwanderungspolitik eskaliert

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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Der frühere CNN-Moderator Don Lemon wurde am Freitag, dem 30. Januar 2026, in Minnesota festgenommen, nachdem er an einem Protest in einer Kirche in St. Paul teilgenommen hatte. Die Kirche war Ziel einer Demonstration, weil einer ihrer Pastoren zugleich Beamter der US-Einwanderungsbehörde (ICE) sein soll.

Lemon, der seit seinem Weggang von CNN als unabhängiger Journalist arbeitet, hatte am 18. Januar mehrere Stunden live von dem Protestgeschehen gestreamt. Laut seinem Anwalt Abbe Lowell sei die Festnahme ein „beispielloser Angriff auf die Pressefreiheit“ und eine Verletzung des Ersten Verfassungszusatzes (First Amendment).

Vom Nachrichtensprecher zum Aktivisten?

Don Lemon hatte CNN im Jahr 2023 nach 17 Jahren verlassen, nachdem Vorwürfe wegen sexistischer und frauenfeindlicher Aussagen laut geworden waren. Seitdem hat er sich als unabhängiger Journalist neu aufgestellt und unter anderem auf YouTube seine eigene Sendung gestartet. „The Don Lemon Show“ hat mittlerweile über eine Million Follower und ist bekannt für direkte Kritik an der Trump-Regierung und konservativen Positionen.

Bei der Demonstration in St. Paul betonte Lemon, er wolle „respektvoll sein, niemanden einschüchtern“ und lediglich dokumentieren, was vor Ort geschehe. Er sagte:

„Das ist unabhängiger Journalismus – genau das, was man in den großen Medien nicht bekommt.“

Politische Dimension: Protest gegen ICE und die Einwanderungspolitik

Der Hintergrund des Protests ist die anhaltende Kritik an der strengen Einwanderungspolitik der Trump-Regierung. Dass ein ICE-Beamter zugleich Pastor einer Kirche ist, hatte Empörung ausgelöst – insbesondere nach der tödlichen Eskalation eines ICE-Einsatzes in Minneapolis, bei dem der Krankenpfleger Alex Pretti erschossen wurde.

Lemons Teilnahme an der Protestaktion wurde deshalb von Kritikern als politisch motiviert gewertet – von Unterstützern hingegen als Akt investigativen Journalismus verteidigt.

Nicki Minaj mischt sich ein – verbaler Schlagabtausch eskaliert

Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte Rapperin Nicki Minaj, die auf der Plattform X (ehemals Twitter) forderte, Lemon „gehöre ins Gefängnis“ – und dabei homophobe Beleidigungen verwendete. Lemon reagierte umgehend per Instagram-Video:

„Du bist völlig neben der Spur. […] Nicki Minaj, kümmere dich um dein eigenes Leben. Hör auf, andere kleinzureden.“

Er ging in seinem Video auch auf Minajs Staatsbürgerschaft sowie die Vorstrafen ihres Ehemannes Kenneth Petty ein, der als Sexualstraftäter der Stufe 2 registriert ist.

Journalistische Freiheit oder Grenzüberschreitung?

Lemons Festnahme wirft grundlegende Fragen auf:

  • Wie weit darf unabhängiger Journalismus gehen?

  • Wird Kritik an Regierungsstellen zunehmend kriminalisiert?

  • Wie politisch darf Journalismus in den USA 2026 sein?

Während Trumps Regierung und konservative Medien Lemon vorwerfen, politische Grenzen zu überschreiten, sehen viele Journalist:innen in seiner Arbeit ein notwendiges Gegengewicht zu einem zunehmend polarisierten Medienklima.

Fazit: Don Lemon zwischen Pressefreiheit und öffentlicher Provokation

Don Lemon steht im Zentrum eines politischen und gesellschaftlichen Spannungsfelds: Als früherer CNN-Star, mittlerweile freier Journalist, polarisiert er mit klaren Positionen gegen das Trump-Lager – und nun auch mit Konsequenzen, die über das Mediale hinausgehen.

Ob seine Festnahme juristische Folgen hat oder als symbolischer Fall für die Pressefreiheit in die Debatte eingeht, bleibt abzuwarten.

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