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EU-Parlament drängt auf strengeres Mindestalter für soziale Medien

manfredsteger (CC0), Pixabay
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Das Europäische Parlament hat sich mit deutlicher Mehrheit für ein verbindliches Mindestalter bei der Nutzung sozialer Netzwerke ausgesprochen. Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat sollen künftig nicht mehr von Kindern unter 13 Jahren genutzt werden dürfen – auch nicht mit Zustimmung der Eltern. Die Abgeordneten fordern damit eine EU-weite Regelung, die deutlich über bisherige nationale Altersfreigaben hinausgeht.

In der verabschiedeten Entschließung wird die EU-Kommission aufgefordert, konkrete Gesetzesvorschläge zu erarbeiten und zugleich technische Lösungen zur zuverlässigen Altersverifizierung auf den Weg zu bringen. Bisher setzen viele Anbieter lediglich auf Selbstauskünfte, die leicht zu umgehen sind.

Neben dem Mindestalter nehmen die Abgeordneten auch problematische Funktionen der Plattformen ins Visier: Suchtfördernde Mechanismen wie endloses Scrollen oder algorithmisch platzierte Belohnungseffekte sowie glücksspielähnliche Elemente sollen verboten werden. Ziel sei ein besserer Schutz Minderjähriger vor psychischen Belastungen, digitalen Risiken und ausbeuterischen Geschäftsmodellen.

Die Entschließung ist rechtlich nicht bindend, erhöht jedoch den politischen Druck auf die EU-Kommission, entsprechende Maßnahmen in einem neuen Gesetzespaket vorzulegen.

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