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Erster Strafprozess gegen Rene Benko startet im Oktober

Umkreisel-App (CC0), Pixabay
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Der österreichische Investor und ehemalige Milliardär Rene Benko muss sich am 14. und 15. Oktober vor dem Landgericht Innsbruck verantworten. Wie das Gericht bekannt gab, steht der 48-Jährige unter dem Verdacht der betrügerischen Krida. Dieser Tatbestand des österreichischen Strafrechts entspricht in etwa dem deutschen Bankrott-Delikt und kann mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden.

Fokus auf Teilaspekte der Vorwürfe

Der anstehende Prozess ist der erste Strafprozess im Zusammenhang mit der Insolvenz der Signa-Gruppe, behandelt jedoch nur einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt der gegen Benko erhobenen Vorwürfe. Weitere Verfahren, in denen es um andere Aspekte der milliardenschweren Unternehmenspleite geht, könnten folgen.

Laut Ermittlern geht es in diesem Verfahren um mutmaßliche Handlungen, durch die Gläubiger geschädigt worden sein könnten – etwa durch Vermögensverschiebungen oder unlautere Geschäfte in der Zeit vor der Insolvenz.

Aufstieg und Fall von Rene Benko

Benko hatte die Signa Holding 1999 gegründet und sie in den folgenden Jahren zu einem der größten Immobilien- und Handelskonzerne im deutschsprachigen Raum ausgebaut. Zum Imperium gehörten unter anderem das KaDeWe in Berlin, der Kaufhof-Konzern Galeria sowie bedeutende Immobilienprojekte in Wien, München und Hamburg.

Der Unternehmer galt als bestens vernetzt in Politik, Wirtschaft und Medien. Sein Geschäftsmodell basierte oft auf hochkomplexen Finanzierungen und international verzweigten Firmenkonstruktionen.

Die milliardenschwere Insolvenz

Ende 2023 geriet Signa in eine massive Schieflage: steigende Zinsen, Baukostenexplosion und sinkende Immobilienwerte führten zu einem Liquiditätsengpass. Zahlreiche Großprojekte kamen ins Stocken oder wurden gestoppt. Schließlich meldete die Signa Holding Insolvenz an – mit einem Schuldenberg in Milliardenhöhe.

Für Investoren, Banken, Bauunternehmen und Lieferanten bedeutete dies hohe Verluste. Auch in Deutschland sind mehrere Großprojekte von der Insolvenz betroffen, darunter der Neubau des Elbtowers in Hamburg.

Bedeutung des Prozesses

Der bevorstehende Prozess in Innsbruck wird in Österreich und Deutschland aufmerksam verfolgt. Für Benko steht nicht nur seine persönliche Glaubwürdigkeit, sondern möglicherweise auch seine strafrechtliche Verantwortung im Raum. Während die Anklage auf eine Verurteilung drängt, weist Benko die Vorwürfe zurück.

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