Der rechtskonservative US-Aktivist und Podcaster Charlie Kirk ist bei einem Schusswaffenangriff an der Utah-Valley-Universität in Orem tödlich verletzt worden. Das bestätigte Ex-Präsident Donald Trump in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social.
Angriff während Universitätsbesuchs
Die Universität teilte mit, dass Kirk am Dienstag gegen 12.10 Uhr Ortszeit auf dem Campus von einer Kugel am Genick getroffen wurde. Der Schuss soll aus einem nahe gelegenen Gebäude abgefeuert worden sein. Augenzeugen zufolge wurde der 31-Jährige umgehend ins Krankenhaus gebracht, wo er wenig später seinen Verletzungen erlag.
Kirk befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs auf einer landesweiten Vortragstour durch 14 Universitäten. Laut US-Medien geschah der Anschlag just in dem Moment, als er sich in einer Diskussionsrunde zu Schulschießereien äußerte.
Täter in Gewahrsam
Utahs Gouverneur Spencer Cox gab wenige Stunden nach der Tat bekannt, dass ein Verdächtiger festgenommen wurde und derzeit von den Behörden befragt werde. Weitere Details zur Identität oder zum möglichen Motiv des Täters wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Reaktionen aus Politik und Gesellschaft
Donald Trump äußerte sich auf Truth Social tief betroffen: „Charlie war großartig und legendär. Niemand verstand die Jugend Amerikas besser als er.“ Er ordnete an, sämtliche US-Flaggen auf halbmast zu setzen.
Auch weitere Spitzenpolitiker reagierten. US-Vizepräsident JD Vance nannte Kirk auf X (vormals Twitter) „einen wirklich guten Kerl und jungen Vater“. Verteidigungsminister Pete Hegseth bat um das Gebet für Kirks Familie.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verurteilte die Tat als „widerlich, abscheulich und verwerflich“. Ex-Präsident Joe Biden mahnte: „In unserem Land darf es keinen Platz für politische Gewalt geben. Sie muss aufhören.“
Bekanntheit und Einfluss
Charlie Kirk galt als einer der führenden Köpfe der rechtskonservativen Bewegung in den USA. 2012 gründete er die Organisation Turning Point USA, die sich an konservative Studierende richtet. Bekannt wurde er durch seinen populären Podcast „The Charlie Kirk Show“, in dem er regelmäßig provokante politische Positionen bezog. In sozialen Netzwerken folgten ihm mehrere Millionen Menschen.
Erneute Debatte um Waffenrecht
Die Tat reiht sich ein in eine lange Serie tödlicher Schusswaffengewalt in den USA, auch an Bildungseinrichtungen. Trotz wiederkehrender Forderungen nach strengeren Waffengesetzen bleibt der politische Fortschritt in dieser Frage aus – vor allem wegen des Widerstands der Republikanischen Partei und des Einflusses der Waffenlobby.
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