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Epstein suchte offenbar Nähe zu Putin – Neue Dokumente offenbaren brisante Russland-Kontakte

Motorolla (CC0), Pixabay
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Neue Dokumente des US-Justizministeriums zeigen, dass der inhaftierte US-Finanzier Jeffrey Epstein offenbar gezielt den Kontakt zu hochrangigen russischen Regierungsvertretern suchte – darunter Präsident Wladimir Putin.

Im Zentrum der Enthüllungen steht eine E-Mail aus dem Juni 2018, in der Epstein den norwegischen Politiker Thorbjørn Jagland bat, ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zu vermitteln. Epstein hatte zuvor regelmäßig Kontakt zum damaligen UN-Botschafter Russlands, Witali Tschurkin, der 2017 plötzlich verstarb. Epstein lobte Tschurkin als jemanden, „der Trump verstand“.

Auch frühere E-Mails belegen, dass Epstein über Jagland versuchte, Putin direkt zu erreichen – angeblich, um mit ihm über „westliche Investitionen“ in Russland zu sprechen. In einer Nachricht an den ehemaligen israelischen Premier Ehud Barak behauptete Epstein, er habe sogar ein Treffen mit Putin abgelehnt, weil dieser „nicht genug Zeit einräumte“.

Einige Kontakte fanden offenbar auch statt: Ein E-Mail-Verkehr deutet auf ein geplantes Treffen mit Putin 2014 hin, zu dem Epstein sogar den LinkedIn-Gründer Reid Hoffman einlud.

Brisant ist auch Epsteins enge Beziehung zu Sergej Belyakow, einem früheren FSB-Absolventen, der später Führungspositionen in russischen Staatsfonds und Wirtschaftsgipfeln innehatte. Epstein bezeichnete ihn als „sehr guten Freund“ und bot anderen Kontakten an, ihn mit Belyakow zu vernetzen. In einer Nachricht bat Epstein Belyakow sogar um Hilfe bei einer angeblichen Erpressung durch eine russische Frau in New York.

Die polnische Regierung unter Premier Donald Tusk kündigte nun eine Untersuchung möglicher Verbindungen zwischen Epstein und russischen Geheimdiensten an. Tusk sprach von einem „zunehmend wahrscheinlichen Verdacht“, dass Russland in Epsteins Missbrauchsskandal verwickelt gewesen sein könnte.

Der Kreml wies entsprechende Vorwürfe als „nicht ernstzunehmend“ zurück. Auch die enge Beziehung Epsteins zur russischen Investorin Masha Drokova Bucher, einer früheren Putin-Anhängerin, wirft Fragen auf. Sie arbeitete 2017 als seine PR-Beraterin.

Reisedaten und Fotos zeigen zudem, dass Epstein mindestens einmal mit Ghislaine Maxwell nach Russland flog – 2002 nach Moskau und St. Petersburg. Bereits 1998 wurde er in der streng geheimen Atomstadt Sarow fotografiert.

Ob Epstein letztlich direkten Zugang zu Putin hatte, bleibt unklar – fest steht jedoch: Der Milliardär versuchte aktiv, sich in russische Machtzirkel einzuschleichen.

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