Während das Repräsentantenhaus sich langsam daran erinnert, dass es da ja noch diese Epstein-Sache gibt, steht Donald Trump im Rosengarten und winkt mit Goldrahmen, Jetflybys und diplomatischen Händedrücken dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zu.
Willkommen in der Realität 2025, wo eine Enthüllungsshow auf Capitol Hill und ein royaler Rotteppich-Walk gleichzeitig stattfinden – und beide fühlen sich wie schlechte Netflix-Politthriller an.
Epstein-Akten: Alle wollen sie sehen – außer die, die sie schon haben
Heute Nachmittag stimmt das Repräsentantenhaus über ein Gesetz ab, das das Justizministerium dazu zwingen soll, endlich die Epstein-Akten zu veröffentlichen – ihr wisst schon, diese legendären Dossiers über Reiche, Mächtige und „Massageeinladungen“.
Fun Fact: Donald Trump, der jahrelang betonte, dass diese Akten einfach nicht gefunden werden können (vielleicht waren sie in Mar-a-Lago hinter der Golftrophäe?), findet plötzlich: „Ja, lasst uns die mal veröffentlichen.“
Weil: Wahlkampf. Und wenn schon Skandale, dann wenigstens kontrollierte.
Skepsis im Senat: Schumer vs. das große Wegducken
Chuck Schumer, Amerikas dienstältester Gesichtspalmer, kündigte an, das Gesetz sofort im Senat aufzugreifen – es sei denn, jemand versucht, es „versehentlich“ unter einem Stapel Agrarsubventionen zu vergraben.
„Die Menschen haben lang genug gewartet“, sagte Schumer.
(Untertitel: „Und ich habe lang genug geschrien.“)
Gleichzeitig im Weißen Haus: Trumps Royal-Tee-Party
Während Missbrauchsüberlebende auf Capitol Hill sprechen, veranstaltet Trump seinen ganz eigenen Polit-Blockbuster: Staatsbesuch de luxe für Kronprinz Mohammed bin Salman – inklusive Pferdekavallerie, Fanfaren, Jetüberflügen und einem Teppich, der wahrscheinlich mehr gekostet hat als das gesamte Justizbudget.
Und Trump?
Er lobt den Kronprinzen für seine „unglaubliche Arbeit im Bereich Menschenrechte“.
Kurze Erinnerung: Der gleiche Kronprinz, bei dem selbst die CIA sagt: Wahrscheinlich hat er den Journalisten Khashoggi umbringen lassen.
Aber hey – das ist doch alles „lange her“ und „niemand ist perfekt“.
Ehre, wem Gilding gebührt: Trumps „Presidential Walk of Fame“
Trump zeigt bin Salman stolz seinen persönlichen Walk of Fame im Weißen Haus, mit goldumrandeten Porträts aller Präsidenten – außer Biden.
Sein Platz wird vertreten durch ein Autopen-Bild, ein subtiler Hinweis darauf, dass Trump glaubt, Biden unterschreibe Dinge nur noch im Halbschlaf – oder gar nicht.
„Fake Signatures – Sad!“
Zurück zum Thema: Wer will die Epstein-Akten wirklich veröffentlichen?
Trump: „Ja klar, total dafür.“
Mike Johnson, Sprecher des Repräsentantenhauses: „Ich war immer für Transparenz. Nur… nicht in der letzten Legislaturperiode… oder gestern.“
Demokraten wie Robert Garcia halten dagegen:
„Trump kann die Akten auch ohne Gesetz veröffentlichen – er will einfach nicht.“
(Untertitel: Nur wenn’s ihn ins beste Licht rückt – Golden Hour, nur mit Akten.)
Und dann wäre da noch die Rom-Com-Fehde im Hintergrund:
Rep. Thomas Massie, GOP, meint:
„Trumps Unterstützung stärkt unsere Position.“
Kleine Randnotiz: Trump nannte ihn letzte Woche noch einen „Loser“ wegen seiner erneuten Hochzeit. Aber jetzt sind sie wieder vereint. Love Actually, Capitol Edition.
Fazit des Tages:
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Die Epstein-Akten? Könnten kommen. Wenn nicht jemand sie in einem Aktenschrank der 80er-Jahre verliert.
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Trump? Führt Diplomatie wie ein Vegas-Zauberkünstler: „Schaut hier auf den Glanz, und vergesst die Fragen.“
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Und das Weiße Haus? Ist derzeit eine Mischung aus „House of Cards“, „Real Housewives of Riyadh“ und „CSI: Deep State“.
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