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Energiearmut

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Gestern hat die Bundesregierung ihre Antwort auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE zum Stand der Energiearmut in Deutschland veröffentlicht. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung im Kern auf das bestehende Sozialsystem als Korrektiv. Trotzdem wird jährlich etwa 330.000 Haushalten der Strom gesperrt. 2015 gab es zudem etwa 44.000 Gassperren.

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands:

„Die Zahlen belegen, dass mit den bestehenden Instrumentarien die Energiearmut nicht ausreichend bekämpft werden kann. Viel zu vielen Menschen werden im Winter Strom und Gas abgestellt. Schularbeiten bei Kerzenschein und niedriger Raumtemperatur kann und darf sich Deutschland nicht leisten.

Am sinnvollsten wäre daher ein Sperrverbot in den Wintermonaten. Außerdem müssen Beratungsangebote für Verbraucher mit geringem Einkommen ausgebaut werden, um Energiesperren vorbeugend zu begegnen.“

Der vzbv setzt sich seit langem dafür ein, die Kosten der Energiewende gerechter zu verteilen. Dafür müssen die steigenden Strompreise schneller und regelmäßiger in den staatlichen Leistungen berücksichtigt werden. Außerdem muss die Umlage für Erneuerbare Energien gerecht verteilt werden: Bezieher von Hartz IV müssen zur Zeit den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit rund 8,2 ct/kWh EEG-Umlage fördern, während zum Beispiel energieintensive Unternehmen freigestellt sind.

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