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Fortuna Düsseldorf:Endlich wieder Fortuna – auch wenn es gefühlt die falsche Liga ist

jorono (CC0), Pixabay
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Am Freitag ist es endlich so weit: Fortuna Düsseldorf startet in Mannheim in die neue Saison. Und ja, die Vorfreude ist da. Sie kribbelt, sie wächst, sie lässt den rot-weißen Fußballpuls wieder schneller schlagen. Nur ein kleines Problem bleibt: Auf dem Spielplan steht tatsächlich 3. Liga.

Für einen Fortuna-Fan fühlt sich das ungefähr so an, als hätte man eine Einladung zur großen Gala bekommen und müsste dann durch den Lieferanteneingang hinein. Natürlich geht man trotzdem hin. Es ist schließlich Fortuna. Aber eigentlich gehört dieser Verein mindestens in die 2. Bundesliga. Und ganz ehrlich: Nach Düsseldorf, ins große Stadion, vor diese Fans und mit dieser Tradition gehört Bundesligafußball.

92 Tage nach dem bitteren Abstiegsnachmittag in Fürth beginnt nun der Neuanfang. Trainer Alexander Ende muss aus zahlreichen Neuzugängen, erfahrenen Spielern und mutigen Nachwuchstalenten eine Mannschaft formen, die möglichst schnell deutlich macht: Wir sind nur zu Besuch in dieser Liga.

Im Tor scheint die Lage immerhin klar. Lasse Rieß hat eine starke Vorbereitung gespielt und dürfte gesetzt sein. Auch Dominique Heintz, Sascha Risch und Tim Oberdorf haben gute Chancen auf einen Platz in der Abwehr. Weil Elias Egouli verletzt ausfällt, rückt Oberdorf voraussichtlich wieder in die Anfangsformation.

Offen ist dagegen, wer rechts verteidigt. Steven van der Sloot wäre eine Möglichkeit, Matthias Zimmermann die andere. „Zimbo“ würde allerdings lieber im defensiven Mittelfeld spielen. Verständlich: Mit 34 Jahren läuft man vermutlich lieber im Zentrum kluge Wege, statt an der Seitenlinie jungen Flügelspielern hinterherzusprinten.

Besonders spannend wird es im Mittelfeld. Der erst 17-jährige Elias Arden hat in der Vorbereitung so überzeugt, dass man ihn eigentlich kaum auf die Bank setzen kann. Gleichzeitig bringt Zimmermann jede Menge Erfahrung mit. Trainer Ende muss also entscheiden, ob er auf bewährte Routine oder jugendlichen Tatendrang setzt.

Auch Anas Slimani hat kräftig auf sich aufmerksam gemacht. Der 19-Jährige traf unter anderem gegen Dortmund und dürfte sich ebenfalls Hoffnungen auf die Startelf machen. Fraglich ist nur, auf welcher Position. Neben Yassine Bouchama ist wegen der Sperre von Jorrit Hendrix ein Platz frei. Dort wäre Jomaine Consbruch die vorsichtigere Lösung, während Slimani offensiver vermutlich besser aufgehoben ist.

Im Angriff führt an Fabian Schleusener kaum ein Weg vorbei. Der erfahrene Stürmer hat in der Vorbereitung gezeigt, warum Fortuna ihn verpflichtet hat. Neben ihm liefern sich Jordi Paulina und Eric Hottmann ein Duell. Paulina besitzt großes Talent, konnte daraus zuletzt aber noch zu wenig machen. Hottmann erzielte in der vergangenen Saison 13 Ligatore, blieb im letzten Test jedoch ebenfalls blass.

Fünf offene Fragen also – und vermutlich mindestens fünf unterschiedliche Meinungen bei jedem Fortuna-Stammtisch. Das gehört dazu. Wichtig ist vor allem, dass am Freitag wieder Fußball gespielt wird.

Die Liga mag falsch sein. Die Gegner mögen ungewohnt klingen. Aber die Hoffnung ist wieder da. Vielleicht beginnt in Mannheim genau die Reise, die Fortuna schnell zurück in die 2. Bundesliga führt – und danach dorthin, wo dieser Verein aus Sicht seiner Fans wirklich hingehört: in die Bundesliga.

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