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Elipamanoke

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Es ist nachvollziehbar, dass die Betreiber des Elipamanoke um ihre Zukunft bangen. Doch bei aller Sympathie für die Clubkultur in Leipzig darf nicht vergessen werden: Es kann nicht Aufgabe der Stadt sein, privatwirtschaftliche Probleme dieser Art zu lösen.

Ein Club, der mit 50.000 Gästen pro Jahr an seine Kapazitätsgrenzen stößt und über 80 Menschen beschäftigt, beweist, dass er wirtschaftlich erfolgreich arbeitet. Wer solche Zahlen vorweisen kann, sollte auch in der Lage sein, selbst Vorsorge für Krisen wie eine mögliche Insolvenz des Grundstückseigentümers zu treffen – etwa durch Rücklagen, den Zusammenschluss in einer Genossenschaft oder die Suche nach Investoren.

Zudem gilt: Selbst wenn die Gesellschaft von Christoph Gröner insolvent wird, hat auch ein Insolvenzverwalter ein Interesse an der Fortführung des Standorts. Denn ein funktionierender, gut besuchter Club ist ein klarer Standortvorteil, der den Wert des Grundstücks erhöht und dessen Verkaufschancen verbessert.

Die Forderung nach einem kommunalen Eingreifen – bis hin zum Erwerb des Geländes durch die Stadt – wirkt daher überzogen und realitätsfern, zumal Leipzig ohnehin unter finanziellen Zwängen steht. Hier sollen öffentliche Gelder eingesetzt werden, um ein einzelnes Privatunternehmen abzusichern, während gleichzeitig viele andere Bereiche – von Kitas über Schulen bis zum Nahverkehr – dringend Unterstützung benötigen.

Wenn die Betreiber die Zukunft des Elipamanoke sichern wollen, liegt es vor allem an ihnen selbst, tragfähige Lösungen zu entwickeln. Möglichkeiten gibt es genug: Gründung einer Club-Genossenschaft, Partnerschaften mit kulturfreundlichen Investoren, oder ein gezieltes Ausloten von Förderprogrammen. Das alles ist mühsam, gewiss. Aber es wäre ehrlich und eigenverantwortlich – anstatt die Stadt für die Risiken des Privatmarktes in die Pflicht zu nehmen.

Fazit: Leipzigs Clubszene ist wichtig und verdient Unterstützung im Rahmen von Kulturförderung. Doch die Lösung für das Elipamanoke darf nicht in einer kommunalen Rettungsaktion bestehen. Wer gute Geschäfte macht, muss auch die Stärke haben, eigene Verantwortung zu übernehmen.

 

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