Startseite Allgemeines Ehemaliger Anti-Terror-Chef der USA wegen möglicher Geheimnisverrat-Ermittlungen im Fokus
Allgemeines

Ehemaliger Anti-Terror-Chef der USA wegen möglicher Geheimnisverrat-Ermittlungen im Fokus

RichardBarboza (CC0), Pixabay
Teilen

Der frühere Leiter des US-Zentrums zur Terrorismusbekämpfung, Joe Kent, steht offenbar im Visier des FBI. Nach Angaben von mit dem Fall vertrauten Quellen wird gegen ihn wegen möglicher Weitergabe vertraulicher Informationen ermittelt.

Die Untersuchung soll bereits vor Kents Rücktritt in dieser Woche begonnen haben und wird von der Strafabteilung des FBI geführt. Offizielle Stellungnahmen dazu gibt es bislang nicht – sowohl das FBI als auch Kent selbst äußerten sich auf Anfrage nicht.

Kent hatte seinen Rücktritt am Dienstag bekannt gegeben und diesen mit seiner Ablehnung des Kriegs gegen den Iran begründet. Er erklärte, er könne den Konflikt „nicht mit gutem Gewissen“ unterstützen und sehe keine unmittelbare Bedrohung für die USA. Diese Einschätzung wurde vom Weißen Haus zurückgewiesen.

Kurz nach seinem Rücktritt erhob der frühere stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Taylor Budowich, schwere Vorwürfe gegen Kent. Er habe wiederholt im Zentrum von Sicherheitslecks gestanden und versucht, die Befehlskette zu untergraben sowie den Präsidenten zu schwächen. Konkrete Beispiele nannte er jedoch nicht.

In seinem Rücktrittsschreiben machte Kent zudem Druck von israelischer Seite und deren Einfluss in den USA für den Beginn des Kriegs verantwortlich. Diese Aussagen wurden unter anderem von der Anti-Defamation League scharf kritisiert, die darin antisemitische Denkmuster sieht.

In einem Interview mit dem konservativen Podcaster Tucker Carlson bekräftigte Kent seine Position. Er behauptete, es habe keine belastbaren Geheimdienstinformationen über einen unmittelbar bevorstehenden Angriff Irans auf die USA gegeben. Zudem sei Iran seiner Ansicht nach nicht kurz davor gewesen, eine Atombombe zu entwickeln.

Darüber hinaus kritisierte er Entscheidungsprozesse innerhalb der Regierung: Wichtige Berater hätten nur eingeschränkten Zugang zum Präsidenten gehabt, und es habe keine umfassende Debatte vor den Militärschlägen gegeben.

Trotz der Differenzen betonte Kent, sein Gespräch mit Präsident Trump nach dem Rücktritt sei konstruktiv verlaufen, und man habe sich im Guten getrennt.

Das Weiße Haus wies Kents Darstellung jedoch entschieden zurück und erklärte, es habe überzeugende Beweise für eine drohende Bedrohung durch den Iran gegeben. Auch Trump selbst distanzierte sich später von Kent: Zwar bezeichnete er ihn als „netten Kerl“, sagte jedoch, es sei gut, dass er nicht mehr im Amt sei, und warf ihm eine zu nachlässige Haltung in Sicherheitsfragen vor.

Kent gilt als langjähriger Unterstützer Trumps und wurde 2025 für den Posten nominiert und bestätigt, nachdem er zuvor zweimal erfolglos für den Kongress kandidiert hatte.

 

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Gold-Zielkauf mit 2 % Rabatt – sinnvoll oder riskant?

Ein Nutzer hat ein Goldmodell aus der Schweiz vorgestellt, bei dem Anleger...

Allgemeines

Angriffe auf Energieanlagen treiben Ölpreise in die Höhe – Sorge vor globalen Folgen wächst

Die Eskalation im Nahen Osten verschärft die Lage auf den Energiemärkten: Angriffe...

Allgemeines

Neue iPhone-Spyware „Darksword“ entdeckt: Millionen Geräte potenziell betroffen

Sicherheitsforscher haben eine neue Schadsoftware identifiziert, die gezielt iPhones und andere Apple-Geräte...

Allgemeines

Alexander Th. Mohrenschildt: Unternehmensfunktionen in Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und Deutschland

Alexander Th. Mohrenschildt ist in den vorliegenden Registereinträgen in zahlreichen Unternehmensfunktionen in...