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Drohnenabwehr: Europa bucht jetzt „Crashkurs Ukraine 101“

alexman89 (CC0), Pixabay
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Na endlich! Nachdem russische Drohnen gemütlich einen Abstecher in den polnischen (sprich: NATO-)Luftraum machten, hat der Westen eine bahnbrechende Schwäche entdeckt: das eigene System. Lösung? Ukrainisches Know-how importieren – denn wer seit 2022 jeden Abend Popcorn-free Luftalarm hat, weiß halt, wie’s geht. Polen hat gleich unterschrieben, Trainingspaket inklusive. Willkommen bei der „Drohnenallianz“.

F-35 gegen Moped-Drohne? Klingt nach Premium-Abo.

Beim jüngsten Vorfall stiegen F-16 und F-35 auf, um Drohnen abzufangen. Effizient wie ein Goldlöffel im Imbiss. Teuer, langsam, symbolträchtig – und perfekt, um die Rechnung der Steuerzahler zu würzen. Die Ukraine macht’s längst anders:

  • Akustik-Sensoren statt Wunder-Radar,
  • mobile Teams mit Flak & MG statt Raketen-Grand-Cru,
  • Ergebnis: Abschussquote hoch, Kosten niedrig.
    Europa so: „Interessant. Hätten wir nie… ja, doch, doch, hatten wir auf dem Zettel.“

Selenskyj erklärt: „Nicht böse gemeint, aber…“

700 von 800 Flugobjekten in einer Nacht abgewehrt – in Polen nur 4 von 19. Selenskyj sagt höflich, das sei logisch: „Polen ist nicht im Krieg, also nicht gerüstet.“ Übersetzung: Bitte nicht beleidigt sein, aber gebt uns Geld, dann zeigen wir euch, wie man einen Himmel wirklich dicht macht.

Von der Leyen baut ’ne Mauer – aus Drohnen

EU-Chefin Ursula von der Leyen kündigt einen „Drohnenwall“ an. Kein Witz. Dazu 6 Mrd. Euro für die „Drohnenallianz“ und bis zu 100 Mrd. an Verteidigungs-Krediten für die Ostflanke. Außerdem ein Programm mit dem schönen Namen „Qualitative Military Edge“ (klingt wie ein Rasierer, ist aber Rüstung). Ziel: ukrainischen Erfindergeist mit europäischer Industrie verheiraten. Hoffentlich ohne Lieferketten-Drama und dreifach abgestimmte Formblätter.

„Eastern Sentry“: NATO zeigt Flagge (und Flugplan)

Die NATO startet nebenbei „Eastern Sentry“ – Jets, Schiffe, Aufklärung von Finnland bis Bulgarien. Schick. Blöd nur, dass Koordination in Europa immer noch heißt: jeder baut seinen eigenen Bauzaun. EU-Beamte bitten dezent darum, eine Technologie-Basis zu nutzen – sonst passt sich Russland einfach wieder unseren Schwachstellen an. (Spoiler: tut es längst.)

Abhängigkeit? Aber nur ganz kurz. Also… na gut.

Kleine Fußnote: Ein „funktionierender Schutzschild“ hängt weiterhin massiv von den USA ab. Und die haben gerade andere Hobbys. Europas Luftstreitkräfte? Viele Jets, viele Stäbe, aber die Expertise wohnt oft noch in Washington. NATO ohne USA ist derzeit wie Spotify im Funkloch: hübsch, nur still.


Fazit

Europa lernt gerade lautstark, dass man billige Drohnen nicht am besten mit teuren Raketen bekämpft. Die Ukraine liefert Praxis, die EU das Geld, die NATO den Rahmen – und vielleicht klappt’s diesmal sogar mit gemeinsamer Technik, bevor die nächste Schahed schon wieder „Guten Abend“ sagt. Bis dahin: Drohnenwall hochziehen, Headset aufsetzen, Akustik lauschen – und bitte weniger F-35 gegen Rasenmäher mit Flügeln.

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