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Drei deutsche Todesopfer nach vermuteter Lebensmittelvergiftung in der Türkei

qimono (CC0), Pixabay
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Ein tragischer Vorfall erschüttert derzeit sowohl die Türkei als auch Deutschland: Nach dem Verdacht auf eine schwere Lebensmittelvergiftung sind in Istanbul drei Mitglieder einer vierköpfigen deutschen Familie gestorben. Wie die türkische Nachrichtenagentur DHA berichtet, handelt es sich bei den Opfern um eine Mutter und ihre beiden kleinen Kinder aus Hamburg. Der Vater überlebte bislang, befindet sich jedoch weiterhin in medizinischer Behandlung.

Reise nach Istanbul endete in einer Katastrophe

Die Familie war am Sonntag zu einem Kurzurlaub nach Istanbul gereist. Nur drei Tage später mussten alle vier wegen massiver Übelkeit und Erbrechen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Symptome traten Medienberichten zufolge kurz nach einer gemeinsamen Mahlzeit auf.

Gefüllte Muscheln und Ofenkartoffeln im Fokus der Ermittlungen

Laut ersten Informationen sollen die Familienmitglieder gefüllte Muscheln und Ofenkartoffeln gegessen haben, bevor die Beschwerden begannen. Besonders gefüllte Muscheln („midye dolma“) gelten als potenziell riskant, wenn sie nicht unter kontrollierten hygienischen Bedingungen zubereitet oder unsachgemäß gelagert wurden.

Die Behörden prüfen nun:

  • Wo die Speisen gekauft oder verzehrt wurden

  • Ob es weitere Betroffene gibt

  • Ob Giftstoffe oder Bakterien in den Lebensmitteln nachweisbar sind

Eine offizielle Bestätigung der Todesursache liegt noch nicht vor, doch die Ermittlungsbehörden sprechen von einem dringenden Verdacht auf Lebensmittelvergiftung.

Vater in Behandlung – Zustand bislang unklar

Der Vater wird weiterhin im Krankenhaus behandelt. Über seinen genauen Gesundheitszustand ist bislang wenig bekannt. Türkische Medien berichten lediglich, dass er ansprechbar sei, jedoch weiterhin unter medizinischer Beobachtung steht.

Auswärtiges Amt eingeschaltet

Das Auswärtige Amt hat bestätigt, dass die deutsche Botschaft in Istanbul den Fall betreut. Man stehe in engem Kontakt mit den türkischen Behörden und unterstütze die Angehörigen in Deutschland.

Hintergrund: Immer wieder Probleme mit Straßenverkauf von Meeresfrüchten

In der Türkei – insbesondere in touristischen Gegenden – werden gefüllte Muscheln oft auf der Straße verkauft. Diese gelten als Spezialität, bergen aber ein erhebliches Risiko:

  • Muscheln können giftige Stoffe oder Krankheitserreger enthalten

  • Sie müssen durchgehend gekühlt werden

  • Eine falsche Lagerung kann binnen Stunden toxische Stoffe entstehen lassen

Ob die betroffene Familie die Speisen in einem Restaurant oder im Straßenverkauf zu sich genommen hat, ist bislang ungeklärt.

Ermittlungen dauern an

Die türkische Polizei und Gesundheitsbehörden führen umfangreiche Untersuchungen durch. Ob Endergebnisse zur toxikologischen Analyse vorliegen, ist derzeit nicht bekannt.

Fest steht: Der Fall sorgt international für Bestürzung – und wirft erneut die Frage auf, wie sicher der Verzehr bestimmter Lebensmittel im Ausland ist, insbesondere in Regionen ohne strenge Kontrollen.

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