US-Präsident Donald Trump hat erneut klargestellt, wie er die Rolle der Verbündeten im Konflikt mit dem Iran sieht – nämlich ungefähr so stabil wie ein Kartenhaus im Wind.
„Ohne die USA ist die NATO ein Papiertiger“, erklärte Trump und zeigte sich sichtlich überrascht, dass andere Länder nicht sofort begeistert aufspringen, wenn es darum geht, militärisch mitzuspielen. Die langjährigen Partner bezeichnete er kurzerhand als „Feiglinge“ – ein diplomatischer Feinschliff, für den er bekannt ist.
Besonders unverständlich erscheint ihm, dass sich diese „Feiglinge“ nicht am Einsatz beteiligen wollen, gleichzeitig aber über hohe Ölpreise klagen. Eine gewisse Erwartungshaltung schwingt mit: beschweren ja, mitmachen lieber nicht – aus Trumps Sicht offenbar ein schlechter Deal.
Der Krieg sei ohnehin „praktisch gewonnen“ und nahezu risikofrei, versicherte er. Warum also nicht noch schnell die Straße von Hormus sichern? Ein „einfaches militärisches Manöver“, wie Trump betont – quasi ein kleiner Gefallen unter Freunden, nur eben mit Kriegsschiffen.
Dass die Verbündeten dennoch zögern, scheint für ihn weniger eine strategische Abwägung als vielmehr ein Charakterproblem zu sein. Sein Fazit fällt entsprechend knapp aus: „Feiglinge – und wir werden uns daran erinnern.“
Man könnte auch sagen: Wer nicht mitmacht, bekommt später die Quittung. Ganz im Sinne einer Außenpolitik, die weniger auf Diplomatie als auf Bewertungen im Stil einer Reality-Show setzt.
Kommentar hinterlassen