Es ist mehr als nur ein Ortswechsel – es ist ein Einschnitt in die Filmgeschichte: Die Oscar-Verleihung verlässt ab 2029 ihr ikonisches Zuhause am Hollywood Boulevard. Nach fast drei Jahrzehnten im Dolby Theatre zieht die wichtigste Filmpreisverleihung der Welt quer durch Los Angeles – ins modernere Peacock Theater.
Abschied vom Mythos Hollywood
Seit 2002 waren die Oscars untrennbar mit Hollywood verbunden. Der Dolby Theatre, eingebettet zwischen Walk of Fame und Touristenmassen, war Bühne für Glamour, Skandale und große Filmgeschichte.
Doch damit ist bald Schluss. Der neue Austragungsort liegt rund zwölf Kilometer entfernt im LA Live-Komplex – weniger ikonisch, dafür größer, moderner und technisch aufgerüstet.
Mehr Platz, mehr Show, mehr Zukunft
Die Entscheidung ist kein Zufall. Hinter dem Umzug steht eine langfristige Partnerschaft mit dem Veranstaltungsriesen AEG. Das Ziel: Die Oscars sollen nicht nur größer, sondern auch digitaler und globaler werden.
Denn parallel zum Ortswechsel erfolgt ein weiterer, noch größerer Schritt:
Ab 2029 wird die Verleihung erstmals nicht mehr im klassischen US-Fernsehen, sondern kostenlos auf YouTube übertragen.
Ein Bruch mit über 50 Jahren TV-Geschichte.
Zurück zu den Wurzeln – irgendwie
Ganz neu ist ein zentraler Standort übrigens nicht. Schon vor der Ära Hollywood Boulevard fanden die Oscars an Orten wie dem Shrine Auditorium oder dem Dorothy Chandler Pavilion statt – ebenfalls im Herzen von Los Angeles.
Insofern ist der Umzug auch eine Art Rückkehr. Nur ohne das berühmte Hollywood-Schild im Hintergrund.
Ein letztes Jubiläum in Hollywood
Bevor der große Wechsel kommt, bleibt noch ein bedeutender Moment:
Die 100. Oscar-Verleihung im Jahr 2028 wird ein letztes Mal im Dolby Theatre stattfinden – quasi ein Abschied von der alten Bühne.
Fazit
Die Oscars erfinden sich neu: weg vom Mythos Hollywood, hin zu einem globalen Streaming-Event im modernen Entertainment-Komplex.
Oder anders gesagt:
Der rote Teppich bleibt – aber die Kulisse wird ausgetauscht.
Kommentar hinterlassen