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Die Liga der Champions

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Ein Raunen, dann ein Aufschrei, dann nur noch pure Ekstase: Erling Haaland hat sich am Donnerstagabend endgültig seine eigene Loge im Geschichtsbuch der Champions League gesichert. Beim 2:0 von Manchester City gegen Napoli nickte der Ex-Salzburger seinen 50. Königsklassen-Treffer im 49. Spiel – schneller war noch keiner. Ein Rekord wie ein Donnerschlag.

Schon früh kippte die Partie: Giovanni Di Lorenzo mähte Haaland als letzter Mann – nach VAR-Check Rot. City drückte, Napoli stemmte sich mit allem dagegen, allen voran Keeper Vanja Milinkovic-Savic. Doch als Phil Foden in der 56. Minute den Ball zärtlich in den Strafraum hob, war Haaland da: ein wuchtiger Kopfstoß, ein historischer Moment. Keine zehn Minuten später machte Jérémy Doku (65.) die Schleife dran. Ruud van Nistelrooys alte 50-Tore-Marke (in 62 Spielen) – pulverisiert.

Vor dem Anpfiff gab’s Gänsehaut-Momente: Kevin De Bruyne wurde bei seiner Rückkehr nach Manchester warm gefeiert. Zehn Jahre, 19 Trophäen – City vergaß nicht. Auf dem Feld musste sein neues Team schnell umsortieren; Antonio Conte zog ihn früh für einen Verteidiger – ein taktisches Opfer in einem zähen, intensiven Spiel.


Barcelona zittert – und siegt

Barcelona startete auswärts bei Newcastle United mit einem 2:1 – und mit einem Helden im ungewohnten Trikot: Marcus Rashford. Die Leihgabe von Manchester United brach die Torsperre per wuchtigem Kopfball (58.) und schlenzte neun Minuten später zum 2:0 (67.) ins lange Eck. Anthony Gordon (90.) blies spät zur Aufholjagd – die Katalanen mussten noch bange Minuten überstehen. Am Ende blieb nur Erleichterung.


Eintracht im Rausch

Eintracht Frankfurt meldete sich nach 940 Tagen mit einem 5:1-Feuerwerk gegen Galatasaray zurück. Aus 0:1 wurde binnen zehn Minuten bis zur Pause ein Orkan: Eigentor Davinson Sánchez (37.), dann Can Uzun (45.+2) und Jonathan Burkardt (45.+4) – das Stadion kochte. Nach dem Seitenwechsel legten Burkardt (66.) und Ansgar Knauff (75.) nach. Galatasaray zerfiel, Frankfurt flog.


Teenie hält, Sporting trifft

Sporting Lissabon erledigte Kairat Almaty mit 4:1, doch der heimliche Star hieß lange Sherhan Kalmurza. 18 Jahre, Nerven aus Stahl – der Debütant parierte sogar einen Elfmeter von Morten Hjulmand mit dem Fuß. Erst Francisco Trincão (44.) brach den Bann, dann erhöhte Sporting zwischen Minute 64 und 68 im Dreierpack auf 4:0. Edmilson schenkte den Kasachen immerhin ihr erstes Königsklassen-Tor.


Der Abend in einem Atemzug

  • Rekord für die Ewigkeit: Haaland knackt die 50 in 49 Spielen.
  • City cool, Napoli machtlos – trotz Heldenleistung von Milinkovic-Savic.
  • Barça gewinnt, muss aber bis zur letzten Sekunde leiden.
  • Frankfurt spielt sich in Euphorie, Gala in Scherben.
  • Sporting souverän – und ein Teenie-Keeper, der groß wurde.

Manchmal liefert der Fußball keine Geschichten. Heute war er die Geschichte.

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