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Die Börsenwoche: Börsen unter Druck: Kriegssorgen schicken Märkte auf Talfahrt

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Die Unsicherheit rund um den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hinterlässt zunehmend tiefe Spuren an den Finanzmärkten. Am Freitag rutschten die US-Börsen deutlich ab – und der Dow Jones schloss offiziell im Korrekturbereich.

Der Leitindex verlor rund 793 Punkte und liegt damit mehr als zehn Prozent unter seinem Höchststand vom Februar. Auch der S&P 500 und der technologielastige Nasdaq gaben spürbar nach. Letzterer befindet sich bereits seit Tagen im Korrekturmodus und hat seit seinem Hoch im Herbst deutlich an Wert verloren.

Ölpreise als Brandbeschleuniger

Haupttreiber der Nervosität ist der Energiemarkt. Die Ölpreise kletterten auf den höchsten Stand seit Beginn des Konflikts. Die Nordseesorte Brent stieg auf über 112 Dollar pro Barrel, US-Öl näherte sich zeitweise sogar der Marke von 100 Dollar.

Der Grund: Zweifel an einer schnellen diplomatischen Lösung. Anleger reagieren zunehmend skeptisch auf widersprüchliche Signale aus Washington und Teheran – und stellen sich auf eine längere Phase hoher Energiepreise ein.

Zinsen steigen, Anleger flüchten

Parallel dazu zogen auch die Renditen für US-Staatsanleihen deutlich an. Die zehnjährigen Anleihen erreichten zeitweise den höchsten Stand seit Monaten. Steigende Zinsen gelten als Gift für Aktienmärkte, da sie alternative Anlageformen attraktiver machen und gleichzeitig die Finanzierungskosten für Unternehmen erhöhen.

Der US-Dollar konnte von dieser Entwicklung profitieren und legte leicht zu – typisch in unsicheren Zeiten, in denen Investoren verstärkt auf „sichere Häfen“ setzen.

Fünf Wochen Verluste in Folge

Besonders bemerkenswert: Sowohl der Dow als auch der S&P 500 haben inzwischen fünf Wochen in Folge Verluste verbucht – die längste Negativserie seit fast vier Jahren.

Die Stimmung an den Märkten hat sich entsprechend eingetrübt. Der sogenannte „Fear and Greed Index“ signalisiert aktuell extreme Angst unter Anlegern. Auch Kryptowährungen wie Bitcoin gerieten unter Druck.

Fazit

Steigende Ölpreise, geopolitische Risiken und Zinsängste – die Mischung ist explosiv.

Oder anders gesagt:
Solange der Krieg anhält, bleibt auch an den Börsen die Ruhe wohl nur ein kurzer Zwischenstopp.

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