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Deutschlandticket künftig teurer – Preis steigt auf 63 Euro

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Das Deutschlandticket, das seit Mai 2023 bundesweit als einheitliches Nahverkehrsticket gilt, soll im kommenden Jahr erneut teurer werden. Nach übereinstimmenden Meldungen mehrerer Nachrichtenagenturen haben die Verkehrsminister der Länder beschlossen, den Preis ab 2026 von derzeit 58 Euro auf 63 Euro pro Monat anzuheben. Damit steigt der Ticketpreis innerhalb von nur zwölf Monaten zum zweiten Mal deutlich: Erst zu Beginn dieses Jahres war das Deutschlandticket von 49 Euro auf 58 Euro verteuert worden.

Ursprünglich war vorgesehen, den Preis langfristig stabil zu halten. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD wurde festgehalten, dass das Deutschlandticket bis 2029 nicht teurer werden sollte. Die Realität hat diese Pläne jedoch überholt. Grund dafür sind vor allem die finanziellen Belastungen der Verkehrsunternehmen. Diese sehen sich mit steigenden Kosten für Personal, Energie und Betrieb konfrontiert.

Zwischen Bund und Ländern gab es seit Monaten intensive Verhandlungen darüber, wer die zusätzlichen Ausgaben übernehmen soll. Eine Einigung blieb jedoch aus. Der Bund wollte sich nicht stärker finanziell beteiligen, während die Länder darauf verwiesen, dass die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die Mehrkosten der Verkehrsunternehmen abzufangen.

Die Preiserhöhung trifft nun direkt die Fahrgäste, die seit Einführung des Deutschlandtickets auf eine kostengünstige und einfache Möglichkeit für bundesweite Mobilität gesetzt haben. Kritiker warnen, dass die Attraktivität des Tickets durch die erneuten Preissteigerungen deutlich sinken könnte. Befürworter halten dagegen, dass das Angebot trotz der Anpassung weiterhin günstiger sei als viele regionale Monatskarten.

Mit der Erhöhung auf 63 Euro bleibt das Ticket ein wichtiges Element der Verkehrswende – allerdings mit dem Risiko, dass die erhoffte breite Akzeptanz unter Pendlern und Gelegenheitsfahrern leiden könnte.

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