In der Hauptstadt sind drei Männer festgenommen worden, die laut Bundesanwaltschaft Anschläge auf israelische und jüdische Einrichtungen in Deutschland geplant haben sollen.
Die Verdächtigen – zwei deutsche Staatsbürger sowie ein Mann libanesischer Herkunft – hätten seit dem Sommer Schusswaffen und Munition beschafft, um diese für geplante Attentate einzusetzen, teilte die Behörde am Mittwoch mit.
Waffenfund bei Zugriff
Bei den Festnahmen in Berlin wurden laut Ermittlern mehrere Pistolen, eine Kalaschnikow (AK-47) sowie „eine erhebliche Menge Munition“ sichergestellt. Deutsche Medien berichten, die Männer seien bei einer geplanten Waffenübergabe in Berlin gestellt worden. Zeitgleich habe es Durchsuchungen in Leipzig und Oberhausen gegeben.
Die Festnahmen erfolgten nur einen Tag vor Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag.
Anklage wegen Terrorvorwurfs
Die Männer, identifiziert als Abed Al G., Wael F. M. und Ahmad I., sind wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie der Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation angeklagt. Sie sollen am Donnerstag einem Bundesrichter vorgeführt werden.
Hamas weist Vorwürfe zurück
Die palästinensische Organisation Hamas, die in der EU als Terrororganisation eingestuft wird, wies die Vorwürfe zurück. In einer Stellungnahme hieß es, die Anschuldigungen seien „haltlos“ und zielten darauf ab, „die Sympathie des deutschen Volkes für das palästinensische Volk zu untergraben“. Hamas betonte, ihre Aktivitäten beschränkten sich auf „palästinensisches Gebiet“.
Bereits im Februar hatte in Berlin ein Prozess gegen vier mutmaßliche Hamas-Mitglieder begonnen, die Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Europa geplant haben sollen.
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