Ob Spaghetti, Penne oder Fusilli – Nudeln gehören in Deutschland längst zu den beliebtesten Lebensmitteln. Der Appetit auf Pasta wächst weiter, und das macht sich auch in den Importzahlen bemerkbar. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) importierte Deutschland im Jahr 2024 rund 404.100 Tonnen Nudeln aus Italien. Damit stammten 86 Prozent aller eingeführten Teigwaren aus dem Mutterland der Pasta.
Insgesamt wurden 469.700 Tonnen Nudeln nach Deutschland eingeführt – neun Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2023. Besonders beliebt sind klassische Hartweizennudeln, die in Italien oft industriell, aber nach traditionellen Rezepturen hergestellt werden.
Italien bleibt unangefochtene Nummer eins
Der enge kulinarische Bezug zwischen Deutschland und Italien zeigt sich damit auch in den Handelsstatistiken. Keine andere Nation liefert auch nur annähernd so viele Nudeln nach Deutschland wie Italien. Andere Herkunftsländer spielen lediglich eine Nebenrolle – etwa Belgien, Österreich oder die Türkei, deren Exporte zusammen weniger als 15 Prozent der Einfuhren ausmachen.
Inländische Produktion bleibt zurück
Trotz der großen Nachfrage bleibt die deutsche Nudelproduktion deutlich hinter den Importmengen zurück. Im Jahr 2024 wurden hierzulande 289.800 Tonnen Nudeln und ähnliche Teigwaren hergestellt. Damit deckt die heimische Produktion nur etwa zwei Drittel des inländischen Bedarfs.
Zwar gibt es auch in Deutschland bekannte Markenhersteller und viele kleinere regionale Produzenten, doch die italienischen Anbieter dominieren den Markt mit ihrem Ruf für Qualität, Vielfalt und Geschmack.
Warum essen die Deutschen so viel Pasta?
Ernährungsexperten führen den Trend unter anderem auf den Wandel der Essgewohnheiten zurück. Pasta gilt als vielseitig, schnell zubereitet und günstig – Eigenschaften, die besonders in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten geschätzt werden. Zudem ist Pasta längst nicht mehr nur ein klassisches Gericht aus der italienischen Küche, sondern wird in Deutschland in zahlreichen Varianten zubereitet – von vegetarisch bis proteinreich.
Ein Stück Italien auf dem deutschen Teller
Die Zahlen zeigen: Italienische Pasta bleibt in deutschen Küchen fest verankert. Ob einfache Spaghetti aglio e olio oder aufwendige Lasagne – Nudeln sind aus dem Alltag vieler Haushalte kaum wegzudenken. Und der Trend deutet darauf hin, dass die Liebe der Deutschen zu Pasta in den kommenden Jahren weiter anhalten dürfte.
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