Moderation: Guten Abend und herzlich willkommen zu unserer Sondersendung: „Baerbockt die Welt?“ Heute sprechen wir über das überraschende, nein, das fast schon metaphysische Ereignis: Annalena Baerbock wurde zur Präsidentin der UNO-Generalversammlung gewählt. 167 Stimmen, null Gegenkandidaten, ein grüner Erdrutsch. Wir haben vier internationale Stimmen dazu versammelt:
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Olavo Scolz, brasilianischer Diplomat im Unruhestand
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Frederico April, italienischer Politiktheoretiker, Gender-Barista und UNO-Korrespondent bei „Pasta e Politica“
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Lars Musikhammer, geostrategischer Trompeter und Leiter der Denkfabrik „Transatlantischer Krach“
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Roberto Habecco, ehemaliger deutscher Wirtschaftslyriker und aktueller Selbstfindungspraktikant in Brüssel
Moderation: Herr Scolz, Ihre erste Reaktion auf die Wahl Baerbocks?
Olavo Scolz: Es war ein Schock. Ich dachte, ich hätte zu viel Caipirinha getrunken. Dann sah ich das Ergebnis – und dachte: Das kann kein Zufall sein, das ist ein Klimaphänomen! Ich meine, wer rechnet denn mit einer deutschen Außenministerin bei der UNO? Die bringt ihre eigene Wärmepumpe mit!
Moderation: Herr April, als Italiener, wie sehen Sie das Ganze?
Frederico April: (lacht) In Italien sagt man: „Quando non c’è pasta, si cucina con vento.“ Wenn es keine Pasta gibt, kocht man eben mit Wind. Baerbock ist wie ein veganer Parmesan: niemand hat danach gefragt, aber jetzt ist er auf jedem Tisch der Welt. Sie spricht fließend Englisch – na gut, zumindest mit Leidenschaft – und das ist bei der UNO ja wichtiger als Syntax.
Moderation: Herr Musikhammer, Sie gelten als kritischer Beobachter deutscher Außenpolitik. Was sagen Sie zur Wahl?
Lars Musikhammer: Ich bin verwirrt. Baerbock als „ehrliche Maklerin“ – das klingt wie „Bierzelt als stilles Refugium“. Ihre Antrittsrede bestand aus exakt 73 Mal dem Wort „Klartext“. Das irritiert mich zutiefst. Bei der UN geht es schließlich darum, möglichst unklar zu sprechen, ohne irgendjemandem wirklich zu helfen. Aber vielleicht wird sie es einfach durch emotionale Temperaturregelung regeln.
Moderation: Und Roberto Habecco, Sie sind der spirituelle Bruder Baerbocks aus der Ampelzeit. Sind Sie stolz?
Roberto Habecco: Absolut! Ich meine, klar. Wir haben das gemeinsam vorbereitet. Ich habe ihr gesagt: „Annalena, geh dahin, wo dein inneres Windrad dich trägt!“ Und das tat sie. Jetzt wird der Sicherheitsrat entkarbonisiert, die Rednerlisten genderneutralisiert und die Mittagspause vegetarisiert.
Moderation: Russland hat die Wahl Baerbocks als „Provokation in recycelter Verpackung“ bezeichnet. Wie gehen wir damit um?
Olavo Scolz: Russland kritisiert alles, was keine Ölplattform ist. Wenn Baerbock einen Globus drehen würde, würde Moskau rufen: „Provokation an unseren Grenzen!“
Frederico April: Russland will „Realpolitik“. Aber Baerbock hat Realpolitik auf Google Translate eingegeben – und daraus wurde „Pflanzliche Diplomatie mit Menschenrechten im Abgang“.
Moderation: Wird Baerbock die UNO verändern?
Lars Musikhammer: Ja, sie wird jede Sitzung mit einem CO₂-Fußabdrucksbingo beginnen. Statt Resolutionen gibt es bald „klimapolitische Impulstexte“.
Roberto Habecco: Sie wird der UN zeigen, dass Moral auch ein Hauptnahrungsmittel sein kann – wenn man bereit ist, darauf zu verzichten, satt zu werden.
Moderation: Abschließende Frage: Was wird ihr größter diplomatischer Erfolg sein?
Olavo Scolz: Sie wird den Sicherheitsrat in eine „Gefühlsrunde“ umwandeln – mit Redeliste nach Chakra-Farben.
Frederico April: Sie wird den Begriff „Generalversammlung“ durch „Plenum der planetaren Perspektiven“ ersetzen.
Lars Musikhammer: Sie wird erreichen, dass sogar Frankreich auf Deutsch zuhört – weil niemand mehr versteht, was sie sagen will.
Roberto Habecco: Sie wird sich selbst auf einem Lastenfahrrad in Genf einführen. Und damit ist doch schon alles gesagt.
Moderation: Vielen Dank, meine Herren. Und eines ist klar: Die UNO wird nie wieder sein, wie sie mal war – zumindest nicht, solange sie baerbockt wird.
(Abspannmusik: sanfte Trompetenklänge, gefolgt von einem Synthie-Sturm aus deutscher Klimadiplomatie.)
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