Der Albtraum für Speaker Mike Johnson wird Realität: Demokrat Christian Menefee hat laut CNN die Sonderwahl im texanischen 18. Bezirk gewonnen. Damit schrumpft die republikanische Mehrheit im US-Repräsentantenhaus auf die politische Version eines IKEA-Regals ohne Schrauben: wacklig, instabil und bereit zum Umfallen bei der kleinsten Erschütterung.
„Wir brauchen einen Ersatz-Abgeordneten. Hat jemand George Santos noch auf Speed Dial?“
Die Republikaner können sich jetzt genau einen Abweichler leisten, bevor Johnson bei jeder Abstimmung nervöser schwitzt als ein Truthahn an Thanksgiving. Nach dem Rücktritt von Marjorie Taylor Greene (aus bislang ungeklärten Gründen – vielleicht war QAnon doch nicht beförderungswirksam?) und dem Tod von Doug LaMalfa, hat das GOP-Kartenhaus die Stabilität einer Pappfigur in einem Windkanal.
Menefee: Vom Bezirksanwalt zum Hoffnungsträger mit Terminstress
Christian Menefee, bislang bekannt als jemand, der in Harris County gegen alles klagte, was bei drei nicht beim Supreme Court war, zieht nun nach Washington. Sein Zeitplan? Unmenschlich. Samstag Wahl gewonnen, Montag Büro finden, Dienstag Kaffeemaschine anschließen, Mittwoch Mike Johnson erklären, dass „Nein“ auch eine gültige Antwort ist.
Seine Gegenkandidatin Amanda Edwards, auch Demokratin, gratulierte sportlich, plant aber schon den nächsten Showdown im März. Denn: Das war nur die Sonderwahl für ein paar Monate. Im März wird nochmal gewählt. Für denselben Sitz. Mit denselben Leuten. Aber unter anderen Linien.
Texas-Redistricting: Der politische Zauberwürfel
Dank Gouverneur Greg Abbotts Kartentrickserei, die selbst David Copperfield erröten lässt, wissen in Texas gerade nur noch Google Maps und Gott, wo welcher Bezirk eigentlich endet. Die Gerichte sagten: „Nein, das ist verfassungswidrig!“ Der Supreme Court sagte: „YOLO!“ Und jetzt hat der 18. Bezirk mehr Schleifen als ein Schnitzel im Bierzelt.
Und mitten drin: Menefee, Edwards und Rep. Al Green, der gerade herausgefunden hat, dass sein Haus plötzlich im 18. Bezirk liegt. Überraschung! Willkommen in der politischen Reality-Show „Survivor: Gerrymandering Edition“.
Fazit: Eine Wahl gewonnen – 47 neue Probleme entdeckt
Während Menefee seinen Sieg feiert, fragt sich Mike Johnson, ob er bei der nächsten Abstimmung nicht einfach den Zählmodus auf „Kopf hoch, das war bestimmt Ja“ umstellen kann. Oder ob er einen Antrag stellen kann, Abgeordnete durch ChatGPT zu ersetzen („Immer verfügbar, nie abweichend, kein Mittagspausenbedarf“).
Bis dahin bleibt das Repräsentantenhaus ein Ort, an dem jede Abstimmung zum Nervenkrimi mit maximaler Lautstärke wird. Und Christian Menefee? Der lernt gerade, dass der US-Kongress nicht nur Politik ist, sondern eine Mischung aus Theater, Zirkus und Escape Room – ohne Ausgang.
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