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„DAX bremst Talfahrt – Wochenbilanz trotz Minus überraschend stark“

geralt (CC0), Pixabay
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Der DAX hat seine jüngste Korrekturbewegung zwar fortgesetzt, allerdings bei Weitem nicht so heftig, wie es im Tagesverlauf noch zu befürchten war. Der Leitindex rutschte zwar um 0,69 Prozent auf 23.876,55 Punkte ab, doch nach einem deutlichen Zwischentief gelang ihm eine spürbare Gegenbewegung. Kurz vor Handelsschluss hatte sich der Markt stabilisiert – ein Zeichen dafür, dass die Anleger trotz der allgemeinen Unsicherheit weiter Kaufgelegenheiten wahrnehmen.

Bemerkenswert ist vor allem die Wochenbilanz: Trotz des Tagesminus verbuchte der DAX auf Wochensicht ein Plus von 1,3 Prozent. Das zeigt, dass die jüngste Korrektur bislang eher als Verschnaufpause im übergeordneten Aufwärtstrend gewertet wird denn als Wendepunkt.

US-Börsen geben die Richtung vor
Ein wesentlicher Faktor für die Erholung war der späte Stimmungsumschwung in den USA. Nachdem die großen US-Indizes zunächst schwach gestartet waren, setzten zum Nachmittag hin deutliche Käufe ein. Diese Entwicklung strahlte unmittelbar auf die europäischen Börsen aus – eine altbekannte Mechanik, die sich an diesem Handelstag besonders eindrucksvoll zeigte.

Für viele Investoren scheint die Perspektive auf ein Ende des zuletzt belastenden Haushaltsstreits in Washington ein entscheidender Stabilitätsfaktor gewesen zu sein. Nachdem der Teilstillstand („Shutdown“) der US-Regierungsgeschäfte offiziell beigelegt wurde, wich ein Teil der Unsicherheit, die seit Wochen über den Märkten hing.

Korrektur oder Trendwende?
Analysten sprechen aktuell vor allem von einer „gesunden Marktbereinigung“. Nach starken Kursgewinnen in der ersten Wochenhälfte – befeuert durch die politische Einigung in den USA – sei eine leichte Abkühlung erwartet worden. Besonders konjunktursensible Branchen hatten zuletzt deutlich zugelegt und zeigten nun eine moderate Gegenbewegung.

Solange die Marke von rund 23.800 Punkten gehalten wird, sehen viele Charttechniker keine akute Gefahr, dass aus der Korrektur eine tiefergehende Abwärtsbewegung wird. Kaufinteresse an marktbestimmenden Titeln wie Technologiewerten und Industriekonzernen zeige zudem, dass institutionelle Investoren weiter im Markt bleiben.

MDAX ebenfalls im Rückwärtsgang
Der MDAX konnte dem abendlichen Aufbäumen des DAX weniger entgegensetzen. Der Index der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,67 Prozent und schloss bei 29.412,36 Punkten. Er bleibt damit im Vergleich zum DAX anfälliger für kurzfristige Schwankungen – ein Muster, das sich in volatilen Marktphasen oft zeigt.

Fazit:
Trotz des Rücksetzers am Freitag präsentiert sich der deutsche Aktienmarkt stabiler, als es die Zwischenkorrektur vermuten lässt. Die Anleger orientieren sich wieder stärker an globalen Impulsen – allen voran an den US-Indizes und politischen Entscheidungen in Washington. Der DAX hat sich eindrucksvoll vom Tagestief gelöst und zeigt damit: Die Bullen sind noch längst nicht vom Parkett verschwunden.

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