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Das mit dem Frühstück bei Tiffany

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Breakfast at Tiffany’s ist ein US- Spielfilm aus dem Jahr 1961 mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle.

Ein hübsches New Yorker Partygirl („Holly Golightly“ – „leichtlebig“) führt in dem Film ein laszives Leben, da sie einen reichen Mann sucht.

Unvergessen sind die Szenen, als sie im Abendkleid vor dem Schaufenster des Juweliers Tiffany steht, dort frühstückt und bis zum frühen Nachmittag schläft.

Von den vielen Verehrern nimmt sie regelmäßig 50 Dollar (Gegenwert 2022 rund 500 Dollar) „für eine Toilette“.

Das „Breakfast at Tiffany Frühstück“ kostet heute umgerechnet etwa 30 Euro und beinhaltet ein Getränk, ein Croissant und Obstsalat. Zusätzlich kann man zwischen einer Buttermilch-Waffel, Räucherlachs-Bagel, Trüffel-Eiern oder Avocado Toast wählen.

Vor dem Krieg hat sich das Frühstücken am Morgen zu einem relevanten Einnahmesektoren für viele Bäckereien entwickelt. Rund 10-15 % des Tagesgeschäftes konnten damit bestritten werden. Die Preise waren annehmbar.

So kostete vor dem Krieg ein kleines Frühstück (ein Heißgetränk, ein Brot nach Wahl und zwei Aufstriche) rund 3,60€. Die Preise sind dann etwas nach oben gegangen, waren aber mit 3,80€ noch immer sehr erschwinglich.

Nunmehr sind die Frühstückspreise innerhalb von wenigen Monaten auf 5,30€ angestiegen. Dies bedeutet eine relevante Teuerung in kurzer Zeit mit weiterer Preissteigerungs-Tendenz. Als natürliche Folge bleiben natürlich die Gäste aus.

Viele Menschen haben auf das Frühstück im Café oder beim Bäcker nicht verzichtet, da sie lieber dorthin gingen, als zu Hause alleine die Wand anzustarren. Dabei konnte man sich gegebenenfalls mit anderen Gästen unterhalten und begann den Tag genüsslich und in Ruhe. Ja man traf sogar viele Chirurgen, bevor sie das Tageswerk im Operationssaal angehen ließen.

Diese Entwicklung erinnert etwa an die Hauptstadt Prag. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs in den 90er Jahren wurde die Stadt nach und nach von ausländischen Investoren aufgekauft. Die Preise stiegen natürlich an. Viele Pensionisten konnten sich daraufhin diese Preise nicht mehr leisten und wechselten vom geliebten Kaffeehaus zu McDonald‘s.

Insbesondere ist das Kaffeehaus für Österreich mit einer großen Tradition verbunden. Es geht hier nicht nur um das konsumieren von Frühstück oder Kaffee, sondern auch um einen sozialen und intellektuellen Austausch. Dies ist auch in anderen Städten der Fall.

Die künstlich verursachten Teuerungswellen, durch falsche Politik und kurzsichtigkeit verursacht, werden noch so manche Veränderung in der Gesellschaft mit sich bringen. Es werden jedoch größtenteils keine Positiven sein. Sie werden eher mit Verzicht und steigender Verarmung zu tun haben.

Die Unmöglichkeit weiterhin zu günstigen Preisen Frühstücken zu gehen wird es nun nicht mehr geben. Schade, oder?

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