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Das Ende eines Trends?Dubai-Schokolade: Ein süßer Trend mit bitterem Beigeschmack

PublicDomainPictures (CC0), Pixabay
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Schokoladenliebhaber aufgepasst: Die sogenannte Dubai-Schokolade ist nicht nur ein süßer Hype, sondern offenbar auch eine echte Überraschungstüte – leider eher im negativen Sinne. Lebensmittelprüfer in Baden-Württemberg haben acht Proben dieser importierten Leckerei untersucht. Das Ergebnis? Eine Liste von Zutaten, die eigentlich niemand freiwillig in seiner Schokolade haben möchte. Farbstoffe, billiges Palmfett und nicht deklarierte Allergene – kurz gesagt: mehr Chemiebaukasten als Confiserie-Kunst.

Schokolade mit allem außer… Schokolade

In allen getesteten Proben fanden die Prüfer Inhaltsstoffe, die nicht nur unerwünscht, sondern teils sogar gesundheitsschädlich sind. Besonders kreativ scheinen einige Hersteller in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewesen zu sein: Statt hochwertiger Kakaobutter gab es günstiges Palmfett, und künstliche Farbstoffe gaukelten Premium-Qualität vor, wo keine war.

Das Highlight? In Proben aus der Türkei versteckte sich nicht deklarierter Sesam – ein potenzieller Albtraum für Allergiker. Und als ob das nicht genug wäre, waren einige Produkte aufgrund von Verunreinigungen ohnehin nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Guten Appetit!

Bayern will nachziehen – mit eigenem Schoko-Check

Auch die bayerischen Lebensmittelüberwacher wollen sich die Dubai-Schokolade bald genauer anschauen. Für 2025 wurde ein Sonderprogramm angekündigt, das von mikrobiologischen Tests bis hin zur Analyse von Allergenen alles abdecken soll. „Wir nehmen das sehr ernst“, sagt ein Sprecher des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Vielleicht gibt es demnächst also auch in Bayern die traurige Wahrheit über die Glitzer-Schokolade aus dem Wüstenstaat.

Gefährliche Pistazien: Das grüne Gold wird zum Problem

Besonders anfällig für Verunreinigungen sind übrigens Pistazien, die oft als Zutat in Dubai-Schokolade verwendet werden. Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern warnt: „Pistazien können mit Schimmelpilzgiften belastet sein, die stark leberschädigend sind.“ Ein Grund mehr, die Zutatenliste genau zu studieren – auch wenn man dabei mehr chemische Begriffe als vertraute Zutaten entdeckt.
Trend-Süßigkeit oder Täuschung deluxe?

Der Hype um die Dubai-Schokolade hat längst auch Europa erreicht. Große Discounter und trendige Cafés haben die exotische Süßigkeit in ihre Regale und Theken geholt. Doch nicht alle spielen mit derselben Schoko-Karte. Die Confiserie Dengel aus Rott am Inn beispielsweise stellt ihre Dubai-Schokolade selbst her – mit hochwertigen Zutaten und zertifizierten Lieferanten. „Unsere Kunden vertrauen uns“, sagt der Familienbetrieb. Dennoch bemerkt man auch hier, dass der Hype langsam abklingt. „Produziert wird nur noch auf Vorbestellung“, heißt es aus Oberbayern.

Unser Fazit: Vorsicht, wenn’s glitzert

Die Dubai-Schokolade mag auf den ersten Blick nach Luxus und Exotik aussehen, aber der Schein kann trügen. Wer Schokolade ohne unerwünschte Überraschungen genießen möchte, sollte besser zu europäischen Produkten greifen oder zumindest einen genauen Blick auf die Zutatenliste werfen. Und seien wir ehrlich: Wenn Schokolade plötzlich nach einer Chemie-Stunde klingt, bleibt uns die gute alte Vollmilch aus der Region doch am liebsten

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