Car of the Year“ mit Eigenleben: Der neue CLA macht, was er will – nur nicht das, was er soll
Er sollte Mercedes-Benz in eine goldene E-Zukunft führen, die Verkaufszahlen über das „na ja“-Niveau heben und der Elektromobilität endlich den Stern aufsetzen: der neue elektrische CLA. Gekrönt zum „Car of the Year 2026“, gefeiert bei der Brüsseler Motorshow – und jetzt? Rückruf. Rückruf. Rückruf.
Das Kraftfahrtbundesamt (KBA), sonst eher zurückhaltend, ist not amused. Der CLA zeige „eine gewisse Eigenständigkeit“ – insbesondere beim Deaktivieren seiner Assistenzsysteme. Spurhalteassistent? Plötzlich weg. Notbremssystem? Macht mal Pause. Einparkhilfe? Streik. Ob das Auto auf künstliche Intelligenz oder kindliche Trotzphase umgestellt hat, ist noch unklar.
Aber das ist noch nicht alles: Einige Fahrzeuge scheinen ein ambivalentes Verhältnis zur Elektrizität zu haben. Laut KBA kann ein falsch angeschlossenes Batteriekabel zu Stromschlag oder Fahrzeugbrand führen. Ein echter Hochvolt-Grill – optional ohne Aufpreis.
Und weil’s nicht reicht, dass der Wagen elektrisch fährt und emotional abbrennt, hat Mercedes offenbar bei manchen CLA-Modellen auch die Vordersitze eher stimmungsvoll als fachgerecht verschraubt. Sicherheitsgurte? Eher lose Accessoires als lebensrettende Maßnahme. Dazu: Airbags, die sich lieber zurückhalten – Safety First, aber bitte nicht so wörtlich.
Mercedes betont: Nur wenige Fahrzeuge seien betroffen. Das KBA spricht von über 3.000 weltweit – also absolut überschaubar, solange man nicht zufällig drin sitzt.
Betroffene Kunden sollen bald Post bekommen. Bis dahin hilft ein Blick auf die FIN – die Fahrzeugidentifikationsnummer. Oder man merkt es, wenn das Auto beim Einparken wieder selbst entscheidet, ob es Lust hat mitzumachen.
Fazit: Der CLA hat Persönlichkeit. Vielleicht ein bisschen zu viel davon.
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