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Dänemark und Grönland: Sorge vor anhaltendem US-Anspruch auf die Insel

Pia1973 (CC0), Pixabay
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Die politische Krise um Grönland ist aus Sicht Dänemarks und der grönländischen Regierung noch längst nicht beendet. Trotz laufender Gespräche mit den USA gehen beide Seiten davon aus, dass Präsident Donald Trump weiterhin ernsthaft daran interessiert ist, die arktische Insel unter amerikanische Kontrolle zu bringen.

Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz erklärten die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen, man dürfe die Lage nicht unterschätzen. Trump sei „sehr ernst“ in seinem Bestreben, Grönland zu erwerben, sagte Frederiksen. Auch Nielsen betonte, der Wunsch Washingtons bestehe weiterhin. „Wir können die Schultern nicht einfach locker lassen“, erklärte er.

Zwar hätten die Gespräche mit US-Außenminister Marco Rubio konstruktiv gewirkt, doch konkrete Details über mögliche Vereinbarungen wurden bislang nicht veröffentlicht. Trump hatte im Januar beim Weltwirtschaftsforum erklärt, es gebe bereits einen „Rahmen für ein zukünftiges Abkommen“ in Bezug auf Grönland – eine Aussage, die in Kopenhagen und Nuuk offenbar Überraschung auslöste.

Grönland ist ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark. In Umfragen sprechen sich viele Grönländer langfristig für eine Unabhängigkeit von Dänemark aus – ein Anschluss an die USA findet jedoch kaum Unterstützung. Nielsen sprach von wachsender Verunsicherung in der Bevölkerung. Es sei paradox, dass sich die Menschen nun erstmals von einem Verbündeten bedroht fühlten.

Frederiksen stellte klar, dass Dänemark zwar zu Gesprächen über eine verstärkte militärische Präsenz der USA bereit sei – etwa durch Anpassungen des Verteidigungsabkommens von 1951. Die staatliche Souveränität und territoriale Integrität Grönlands seien jedoch nicht verhandelbar.

Auch die NATO hat inzwischen ihre Präsenz in der Arktis verstärkt. Beobachter sehen darin den Versuch, Spannungen innerhalb des Bündnisses zu entschärfen, die durch Trumps Vorstoß entstanden sind.

Für Dänemark und Grönland steht fest: Die Debatte ist noch nicht vorbei.

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