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Cyberangriff legt Check-in-Systeme an europäischen Flughäfen lahm

StockSnap (CC0), Pixabay
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Mehrere große Flughäfen in Europa sind von einem massiven Cyberangriff betroffen. Besonders schwer traf es den Flughafen Brüssel, der seit Donnerstagabend mit erheblichen Einschränkungen kämpft. Nach Angaben der Betreiber wurde ein externer Dienstleister für Check-in- und Boarding-Systeme attackiert.

Europaweit spürbare Folgen

Neben Brüssel ist auch der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) betroffen. Dort wurde die Verbindung zu den kompromittierten Systemen aus Sicherheitsgründen sofort gekappt. Reisende müssen seitdem mit längeren Wartezeiten, manuellem Einchecken und Verzögerungen beim Boarding rechnen.

„Der Flughafen selbst ist nicht Ziel des Cyberangriffs gewesen, sondern nur indirekt betroffen“, teilte die BER-Pressestelle mit. Dennoch sind Passagiere unmittelbar mit den Folgen konfrontiert: Verspätungen, Flugausfälle und stundenlange Wartezeiten sind die Folge.

Auch der Londoner Flughafen Heathrow meldete Probleme bei Abfertigungssystemen. Offiziell sprach man dort zwar von einem „technischen Problem“ bei einem Drittanbieter, dennoch deutet vieles darauf hin, dass auch dieser Vorfall mit der Cyberattacke in Zusammenhang steht. Ob noch weitere Flughäfen betroffen sind, ist bislang unklar.

Nur manuelles Einchecken möglich

In Brüssel ist derzeit ausschließlich ein manuelles Einchecken und Boarding möglich. Die Flughafenleitung warnte vor erheblichen Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Passagiere wurden aufgefordert, ihren Flugstatus rechtzeitig bei der Airline zu prüfen, zusätzliche Wartezeit einzuplanen und frühzeitig zum Flughafen zu kommen.

Der betroffene IT-Dienstleister, dessen Systeme an zahlreichen europäischen Flughäfen im Einsatz sind, arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Behebung des Problems. Details über den Angriff selbst oder die mögliche Täterschaft wurden bislang nicht veröffentlicht.

Zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen in Europa. Flughäfen gelten als besonders anfällig, da sie stark von digitalen Abfertigungssystemen abhängig sind und ein Ausfall binnen Minuten den gesamten Betrieb lahmlegen kann. Experten warnen seit Jahren, dass Hackerangriffe auf die Luftfahrtbranche nicht nur wirtschaftliche Schäden verursachen, sondern im schlimmsten Fall auch sicherheitsrelevant sein könnten.

Ausblick

Wie lange die Störungen andauern werden, ist derzeit nicht absehbar. Klar ist jedoch: Der Angriff hat gezeigt, wie verletzlich die europäische Luftfahrt im Bereich der IT-Sicherheit ist – und wie dringend Flughäfen und ihre Partner in digitale Schutzmaßnahmen investieren müssen.

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