Trotz einer deutlichen Niederlage bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei kündigte der frühere Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, am 14. Juli an, weiterhin für das Amt des Bürgermeisters von New York City zu kandidieren. In einem Video auf X schrieb er: „In it to win it“ – er sei fest entschlossen zu gewinnen.
Cuomo räumte Fehler im Wahlkampf ein: Er habe seine politischen Vorstellungen nicht deutlich genug kommuniziert und die Vorschläge seines linken Kontrahenten Zohran Mamdani zu wenig hinterfragt. Mamdani hatte die Vorwahl mit über 12 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen.
Da das Bundesstaatrecht eine erneute Kandidatur nach einer Vorwahlniederlage nicht verbietet, wird Cuomo nun gemeinsam mit Amtsinhaber Eric Adams und dem Republikaner Curtis Sliwa auf unabhängiger Liste bei der Hauptwahl antreten. Ziel ist es, Mamdani, einen demokratischen Sozialisten, zu verhindern.
Cuomo kündigte jedoch an, seine Kandidatur bis Mitte September erneut zu prüfen. Sollte sich ein anderer Kandidat als stärker gegen Mamdani erweisen, werde er sich zurückziehen. Diese Strategie wurde gemeinsam mit Ex-Gouverneur David Patterson und dem unabhängigen Kandidaten Jim Walden beschlossen.
Curtis Sliwa spottete unterdessen über Cuomo und Adams: Beide würden „Reise nach Jerusalem auf einem sinkenden Schiff“ spielen, um ihre politische Relevanz zu retten.
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