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Costco und Teamsters erzielen vorläufige Einigung – Streik vorerst abgewendet

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Ein drohender Streik von 18.000 Teamsters-Gewerkschaftsmitgliedern in 56 Costco-Filialen über sechs US-Bundesstaaten wurde vorerst abgewendet. In letzter Minute haben Costco und die Gewerkschaft eine vorläufige Einigung erzielt, wie die Teamsters CNN am frühen Samstagmorgen mitteilten.

Details der Vereinbarung noch unklar

Die genauen Vertragsbedingungen wurden noch nicht veröffentlicht, und die Einigung muss noch von den Gewerkschaftsmitgliedern ratifiziert werden, bevor sie in Kraft tritt. Die Verhandlungen drehten sich nicht nur um Löhne und Sozialleistungen, sondern auch um Zahlungen nach Betriebszugehörigkeit, bezahlten Familienurlaub, Trauerurlaub, Krankheitszeiten und Schutzmaßnahmen gegen Überwachung.

Bedeutung des Streiks für die US-Wirtschaft

Wäre es zum Streik gekommen, hätte es sich um den größten Arbeitskampf in der Geschichte des US-Einzelhandels gehandelt – und um den ersten überhaupt bei Costco. Obwohl nur etwa 8 % der 219.000 US-Costco-Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert sind, hätte ein Streik die Einzelhandelsbranche, die größtenteils nicht gewerkschaftlich organisiert ist, erheblich beeinflusst.

Teamsters hätten auch nicht-gewerkschaftliche Filialen bestreikt

Die Gewerkschaft plante, nicht nur in gewerkschaftlich organisierten Filialen Streikposten aufzustellen, sondern auch in nicht-gewerkschaftlichen Costco-Filialen, um den Druck auf das Unternehmen zu erhöhen. Obwohl Costco angekündigt hatte, alle Filialen mit Management- und Nicht-Gewerkschaftsmitarbeitern offen zu halten, hätte ein weitreichender Streik erhebliche wirtschaftliche Folgen gehabt.

Costco zahlt überdurchschnittliche Löhne – doch Teamsters fordern mehr

Costco hat den Ruf, bessere Löhne und Sozialleistungen als viele andere Einzelhändler zu bieten. Kürzlich kündigte das Unternehmen eine Lohnerhöhung auf 30,20 US-Dollar pro Stunde für bestehende Mitarbeiter sowie eine Anhebung des Einstiegslohns auf 20 US-Dollar an. Die Gewerkschaft argumentiert jedoch, dass angesichts von Rekordgewinnen in Höhe von 7,4 Milliarden US-Dollar im letzten Geschäftsjahr die Beschäftigten weitere Verbesserungen verdienen.

Die Einigung stellt noch keinen endgültigen Vertragsabschluss dar. Sollte die Ratifizierung scheitern, könnte der Streik doch noch stattfinden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Gewerkschaftsmitglieder mit dem ausgehandelten Deal zufrieden sind.

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