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CIA: Ukraine zielte nicht auf Putins Residenz – widerspricht Kreml-Angaben

Dieter_G (CC0), Pixabay
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US-Geheimdienstkreise zufolge geht die CIA davon aus, dass die Ukraine bei einem jüngsten Drohnenangriff im Norden Russlands nicht auf eine von Präsident Wladimir Putin genutzte Residenz abzielte. Damit widerspricht die Einschätzung direkt der Behauptung des Kremls, die Putin persönlich in einem Telefonat mit Ex-Präsident Donald Trump geäußert hatte.

Laut US-Beamten informierte CIA-Direktor John Ratcliffe Trump am Mittwoch über diese Einschätzung.

Der Kreml hatte öffentlich behauptet, ukrainische Drohnen hätten versucht, Putins Wohnsitz anzugreifen. Trump bestätigte, Putin habe ihn am Montag telefonisch darüber informiert. In einem Statement zeigte sich Trump „sehr verärgert“ über den angeblichen Angriff und schien der Darstellung Putins Glauben zu schenken – obwohl Kiew eine Beteiligung kategorisch bestritt.

„Mir gefällt das nicht. Das ist nicht gut“, sagte Trump. Er räumte zwar ein, dass die Vorwürfe möglicherweise falsch sein könnten, betonte aber: „Aber Präsident Putin hat es mir heute Morgen gesagt.“

Nach dem CIA-Briefing äußerte sich Trump zurückhaltender und postete auf Truth Social einen Link zu einem Meinungsartikel der New York Post mit der Überschrift: „Putins ‘Angriff’-Getöse zeigt: Russland steht dem Frieden im Weg.“ In dem Beitrag hieß es, es sei „bemerkenswert, dass Putin – der seit fast vier Jahren einen brutalen Krieg führt – sich über Gewalt in seiner Nähe empört“ und betonte: „Ein Angriff auf Putin wäre mehr als gerechtfertigt.“

Weiter hieß es in dem Kommentar: „Aber hier liegt das Problem: Der Drohnenangriff hat wahrscheinlich nie stattgefunden.“ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen scharf zurück. Kremlsprecher Dmitri Peskow räumte ein, dass man keine Beweise vorlegen könne, und forderte die Medien auf, „dem Kreml einfach zu glauben“.

CNN bat das Weiße Haus um eine Stellungnahme; die CIA lehnte einen Kommentar ab.

Der angebliche Angriff und die späteren US-Einschätzungen wurden erstmals vom Wall Street Journal gemeldet und kommen zu einem heiklen Zeitpunkt: Trump und seine Vertrauten führen derzeit intensive Gespräche über eine mögliche Beilegung des Ukraine-Krieges.

Putins Vorwurf kam nur einen Tag, nachdem Trump Selenskyj in Mar-a-Lago getroffen hatte. Trump äußerte sich danach zuversichtlich über Fortschritte bei Friedensverhandlungen.

Einige europäische Diplomaten vermuten, dass Putins Behauptung darauf abzielt, die Friedensgespräche zu stören – ohne dabei selbst als Schuldiger dazustehen.

Auch international wurde die russische Darstellung angezweifelt. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete den Vorfall als „gezielte Ablenkung“.

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Mittwoch, dass 91 Drohnen aus dem Norden der Ukraine abgefeuert worden seien – angeblich mit dem Ziel, Putins Anwesen nahe Valdai in der Region Nowgorod zu treffen. Mehr als die Hälfte der Drohnen sei jedoch bereits mehrere Hundert Kilometer vor dem Ziel abgefangen worden. Der Rest sei zwischen 3 und 8:30 Uhr Ortszeit über der Region Nowgorod abgeschossen worden. Eine Karte mit angeblichen Flugrouten und Abschussorten wurde veröffentlicht – ein direkter Nachweis für ein Ziel bei Valdai blieb jedoch aus.

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