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Chinas Industrieproduktion schrumpft unerwartet – Experten fordern neue Impulse

CryptoSkylark (CC0), Pixabay
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Die chinesische Wirtschaft gerät zunehmend unter Druck: Im Januar ist die Industrieproduktion überraschend geschrumpft, ein Alarmsignal für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Wie das Statistikamt in Peking heute bekannt gab, sank der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe von 50,1 im Dezember auf 49,1 im Januar.

Ein Wert unter der entscheidenden 50-Punkte-Marke deutet auf einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität hin. Analystinnen und Analysten hatten mit einer Stabilisierung auf 50,1 Punkten gerechnet – die tatsächlichen Zahlen fielen somit schlechter aus als erwartet. Es ist der niedrigste Wert seit August und verstärkt den Druck auf die chinesische Regierung, mit gezielten Konjunkturmaßnahmen gegenzusteuern.

Auch Dienstleistungssektor zeigt Schwäche

Nicht nur die Industrie verzeichnet Rückgänge – auch der Dienstleistungssektor zeigt klare Anzeichen einer Abschwächung. Der offizielle PMI für das nicht verarbeitende Gewerbe, der sowohl den Dienstleistungsbereich als auch das Baugewerbe umfasst, fiel von 52,2 im Dezember auf 50,2 im Januar. Damit liegt er nur noch knapp über der Wachstumsschwelle und signalisiert eine deutliche Verlangsamung.

Schwache Binnennachfrage als zentrales Problem

Wirtschaftsexperten sind vor allem über die schwächelnde Binnennachfrage besorgt. Trotz staatlicher Zusagen, die Konjunktur bis 2025 mit neuen Maßnahmen zu stützen, bleibt die zentrale Frage, wie nachhaltig diese Impulse ausfallen werden. Beobachter befürchten, dass Peking erneut vor allem in Infrastruktur- und Industrieprojekte investieren könnte – während dringend benötigte Anreize für den privaten Konsum ausbleiben.

Doch gerade ein stärkerer Binnenkonsum könnte helfen, deflationäre Tendenzen abzumildern und die Wirtschaft langfristig zu stabilisieren. Ob die chinesische Regierung auf diesen Kurs einschwenkt oder weiterhin auf groß angelegte Investitionen setzt, bleibt abzuwarten.

Fest steht: Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um das Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung Chinas wiederherzustellen.

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