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China weist Schuld am neuen Handelsstreit zurück – „Trump hat das Feuer wieder entfacht“

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Nach den jüngsten Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China weist Peking die Schuld klar Washington zu. Während US-Präsident Donald Trump China beschuldigte, mit neuen Exportkontrollen für Seltene Erden „sehr feindlich“ zu agieren, betont Peking: Nicht China, sondern die USA hätten die Eskalation ausgelöst – durch die massive Ausweitung ihrer Export- und Technologiesanktionen gegen chinesische Unternehmen.

Trump reagierte am Wochenende mit der Ankündigung, Zölle auf chinesische Produkte auf bis zu dreistellige Prozentwerte anzuheben. Peking drohte daraufhin mit „entsprechenden Gegenmaßnahmen“. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hat die Finanzmärkte verunsichert und Erinnerungen an die Zollspirale des vergangenen Frühjahrs geweckt, als Strafabgaben faktisch einem Handelsboykott gleichkamen.

Von Entspannung zurück zur Eskalation

Noch im Sommer schien eine Annäherung zwischen Washington und Peking möglich. Nach Gesprächen in Madrid und einem Telefonat zwischen Xi Jinping und Trump schien sich die Lage zu entspannen. Doch nur zehn Tage später verschärfte Washington die Lage erneut: Das US-Handelsministerium erweiterte seine Exportkontrollliste um Tausende chinesische Firmen – darunter Tochtergesellschaften bereits sanktionierter Unternehmen.

Für Peking war das eine Provokation.

„Nachdem die USA China einen Schlag versetzt haben, spielen sie jetzt das Opfer“, schrieb Jin Canrong, Professor an der Renmin-Universität.
Auch die chinesische Regierung warf den USA vor, durch zusätzliche Hafengebühren und Handelshürden das Klima der Verhandlungen zu zerstören.

Pekings Antwort: Kontrolle über die Rohstoffe der Zukunft

Als Reaktion verschärfte China seine Exportbestimmungen für Seltene Erden – 17 Metalle, die für Elektroautos, Halbleiter und Rüstungstechnologie unverzichtbar sind. Die neuen Regeln weiten die Lizenzpflicht für den Export aus und betreffen auch ausländische Unternehmen, die mit chinesischer Technologie produzieren.

Analysten sehen darin eine „logische“ Antwort auf die US-Restriktionen. China hält nahezu ein Monopol auf die weltweite Verarbeitung dieser Metalle – eine wirtschaftliche Waffe, die Peking nun offensiv einsetzt.

„Von Trump über Biden bis jetzt – die USA haben Sanktionen gehäuft. China hat jedes Detail notiert. Jetzt ist Zeit, die Rechnung zu präsentieren“, sagte Wu Xinbo von der Fudan-Universität in Shanghai.


Ein riskantes Spiel vor dem Gipfel

Ob das geplante Treffen zwischen Trump und Xi in Südkorea Ende Oktober stattfinden wird, ist unklar. Peking zeigt sich gesprächsbereit, verweist aber darauf, dass die USA „nicht gleichzeitig drohen und verhandeln“ könnten.

Trump versuchte am Sonntag, den Ton zu mäßigen:

„Wir wollen China helfen, nicht schaden. Macht euch keine Sorgen – es wird alles gut“, schrieb er auf Truth Social.

Doch Chinas Regierung bleibt skeptisch.

„Trump mag die Kunst des Deals beherrschen“, so Professor Wang Yiwei, „aber China hat gelernt, sein Spiel zu durchschauen.“

Mit der Kontrolle über Seltene Erden hält Peking weiterhin eine Trumpfkarte, während Trump im eigenen Land mit einem lähmenden Shutdown ringt.

„Die Botschaft an Amerika ist klar“, sagt Wang:
„Kooperation ist besser als Illusionen.“

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