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China vergibt Exportlizenzen für Seltene Erden – US-Autoindustrie darf aufatmen

syafrani_jambe (CC0), Pixabay
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Inmitten des anhaltenden Handelsstreits zwischen China und den USA hat die chinesische Regierung laut Insiderangaben vorübergehend Exportlizenzen für Seltene Erden an Zulieferer großer US-Autobauer vergeben. Die betroffenen Unternehmen sollen damit kurzfristig wieder Zugriff auf strategisch wichtige Rohstoffe erhalten, berichten übereinstimmend zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Demnach wurden unter anderem Zulieferer von General Motors, Ford und Stellantis am Montag mit entsprechenden Ausfuhrgenehmigungen ausgestattet. Die erteilten Lizenzen sollen – zumindest in einigen Fällen – eine Gültigkeit von sechs Monaten besitzen.

Ein Insider erklärte gegenüber Reuters, dass diese Freigaben speziell auf Lieferungen ausgewählter seltener Erdenmetalle abzielen, die für die Produktion von Elektromotoren, Batterien und anderen Hochleistungskomponenten in der Autoindustrie unverzichtbar sind.

Exportkontrollen im geopolitischen Ringen

China hatte im Zuge wachsender Spannungen mit dem Westen – insbesondere mit den USA – bereits im vergangenen Jahr mehrere Exportkontrollen auf kritische Metalle verhängt. Besonders betroffen waren sieben für die Hightech-Industrie zentrale Elemente, darunter Gallium und Germanium, sowie mehrere Legierungsmetalle, die in Halbleitern, Elektronik und erneuerbaren Energien Verwendung finden.

Die jüngste Lizenzvergabe erfolgt somit nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern auch vor dem Hintergrund strategischer Machtausübung: Peking demonstriert, dass es die Kontrolle über globale Lieferketten für Schlüsselmaterialien weiterhin fest in der Hand hat – und nach Belieben zu- oder abdrehen kann.

Signal der Entspannung – oder taktisches Manöver?

Ob die temporären Lizenzen ein Zeichen von Entspannung im bilateralen Verhältnis darstellen oder lediglich ein taktisches Zugeständnis im laufenden Verhandlungsgeplänkel sind, bleibt offen. In Washington dürfte man die Entscheidung jedoch zunächst als Erleichterung werten: Angesichts steigender Produktionskosten und instabiler Lieferketten ist die US-Autoindustrie dringend auf planbare Rohstoffversorgung angewiesen.

Beobachter vermuten, dass die kurzfristigen Freigaben auch mit der von Donald Trump angekündigten neuen Zollverhandlungsrunde mit China zusammenhängen könnten, die nächste Woche in London stattfinden soll.

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