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BYD hat mehr Autos als China Radfahrer – und das wird langsam zum Problem

qimono (CC0), Pixabay
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Chinas E-Auto-Krieg fährt auf Hochtouren – aber leider mitten in den Stau. Der einstige Elektro-Champion BYD, inzwischen bekannt als „Build Your Discount“, sitzt auf einem Blechberg von mehr als 340.000 unverkauften E-Autos. Man könnte damit theoretisch jede dritte Katze in Shanghai motorisieren – aber leider wollen sie nicht mal die Händler.

Die Lösung? Rabatte, die selbst Temu erröten lassen würden. Der billigste BYD-Neuwagen kostet mittlerweile weniger als ein Satz Winterreifen für einen Audi Q5 – umgerechnet unter 7.000 Euro. Man fragt sich: Ist das noch ein Auto oder schon ein elektrischer Einkaufswagen mit Bluetooth?

Wenn dein Geschäftsmodell „Sale“ heißt

Was tut man mit so vielen E-Autos, die keiner kaufen will? Genau: Null-Kilometer-Autos verramschen, als wären sie übrig gebliebene Neujahrsfeuerwerkskörper. Die Regierung in Peking fand das irgendwann nicht mehr ganz so witzig und hat die CEOs der größten Autobauer zum Tee eingeladen – Einladungscode: „Staatswirtschaft deluxe“ – und ihnen nahegelegt, doch bitte mit dem Preisdumping aufzuhören. Ob es geholfen hat? Naja – der Preiskampf tobt weiter wie ein Pandababy auf Energy Drink.

Übermut statt Überholspur

BYD wollte groß rauskommen. Wirklich groß. Geplant waren 5,5 Millionen verkaufte Fahrzeuge in 2025 – aber bislang liefern sie mehr Marketing als Motorleistung. Das Absatzwachstum? Ein laues Lüftchen statt eines Elektrosturms. Gleichzeitig haben sie ihre Werke hochgefahren, als gäbe es eine Tesla-Apokalypse zu verhindern. Ergebnis: Fabriken auf Halbmast, Schichten gestrichen, neue Produktionslinien auf Eis. Man nennt das: Euphorie mit Seitenairbag.

Das „Evergrande auf Rädern“?

Und als wäre das alles nicht genug, kommt Great-Wall-Chef Wei Jianjun mit einer charismatischen Prophezeiung um die Ecke: BYD sei das „Evergrande der Autoindustrie“ – nur eben noch nicht explodiert. Wir erinnern uns: Evergrande war dieser Immobiliengigant, der irgendwann so viele Schulden hatte, dass er sich quasi selbst in Staub verwandelte. BYD ist offenbar noch in der Phase „Ich kann das erklären“.

Tatsächlich gibt es Gerüchte über wachsende Schulden bei Zulieferern, was ein wenig an das Prinzip „Ich zahl nächste Woche, ehrlich!“ erinnert. Und so schleicht sich der Gedanke ein: Vielleicht hat BYD nicht nur zu viele Autos, sondern auch zu wenig Plan B.


Fazit:
BYD hat’s geschafft: Sie haben den Markt mit E-Autos geflutet – nur blöd, dass niemand so recht schwimmen will. Und wenn selbst die Regierung ruft: „Jetzt reißt euch mal zusammen!“, dann weiß man, der Preiskrieg ist in der Endphase angekommen. Mal sehen, ob der Elektro-Riese bremst, bevor’s kracht – oder ob demnächst irgendwo in China leise ein Akku platzt.

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