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Bundestag hebt Immunität von AfD-Abgeordnetem Maximilian Krah auf – Ermittlungen wegen Bestechlichkeit und Geldwäsche

webandi (CC0), Pixabay
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Der Deutsche Bundestag hat die Immunität des AfD-Abgeordneten Maximilian Krah aufgehoben. Der Beschluss fiel am Donnerstag in einer Sondersitzung während der laufenden Plenardebatte. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner unterbrach die Diskussion über ein neues Pflegegesetz, um die Abstimmung kurzfristig einzuleiten. Mit dem Beschluss ist der Weg frei für von der Justiz bereits beantragte Durchsuchungen und Beschlagnahmungen.

Hintergrund der Vorwürfe

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden führt seit Mai ein Ermittlungsverfahren wegen Bestechlichkeit und Geldwäsche gegen Krah. Im Kern geht es um Zahlungen aus dem Umfeld Chinas, die an den Abgeordneten oder sein Umfeld geflossen sein sollen. Ermittler prüfen, ob diese Zuwendungen im Zusammenhang mit seiner politischen Tätigkeit standen und möglicherweise seine Entscheidungen oder sein Verhalten beeinflussten. Der Verdacht der Geldwäsche richtet sich darauf, dass Zahlungen verschleiert oder über Umwege weitergeleitet worden sein könnten, um ihre Herkunft zu verschleiern.

Bedeutung der Immunität

Abgeordnete im Bundestag genießen eine besondere Immunität. Das bedeutet, dass sie vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt sind, solange das Parlament keine Zustimmung gibt. Diese Regelung soll die Unabhängigkeit der Abgeordneten sichern und sie vor politisch motivierter Strafverfolgung schützen. Allerdings kann der Bundestag auf Antrag der Justiz oder der zuständigen Staatsanwaltschaft die Immunität eines Abgeordneten mit einfacher Mehrheit aufheben. Dies geschieht, wenn ein hinreichender Anfangsverdacht besteht und die Ermittlungen nicht als politisch motiviert erscheinen.

Die Aufhebung der Immunität bedeutet nicht, dass Krah bereits schuldig ist. Sie ermöglicht den Ermittlungsbehörden jedoch, ihre Arbeit fortzusetzen – insbesondere Durchsuchungen von Wohnungen, Büros und elektronischen Geräten sowie die Sicherstellung von Beweismitteln.

Politische Dimension

Maximilian Krah zählt zu den bekanntesten Vertretern der AfD und war Spitzenkandidat der Partei bei der Europawahl 2024. Seine politische Karriere ist seit Monaten von Vorwürfen und öffentlicher Kritik überschattet. Schon zuvor war Krah in Debatten über mögliche Russland- und China-Verbindungen geraten, was auch innerparteilich Spannungen ausgelöst hatte.

Die nun laufenden Ermittlungen und die Aufhebung seiner Immunität könnten das öffentliche Bild der AfD weiter beschädigen. Politische Beobachter weisen darauf hin, dass die Partei ohnehin mit intensiver Kritik und rechtlicher Beobachtung durch Verfassungsschutzbehörden konfrontiert ist.

Nächste Schritte

Mit der Immunitätsaufhebung ist die Generalstaatsanwaltschaft Dresden nun befugt, die angeordneten Durchsuchungen und Beschlagnahmungen umzusetzen. Dabei dürfte es insbesondere um mögliche Belege für Zahlungen, Kontobewegungen und Kommunikationsdaten gehen. Ob es im Anschluss zu einer Anklage kommt, hängt von den Ergebnissen dieser Ermittlungen ab.

Rechtsexperten betonen, dass die Aufhebung der Immunität ein übliches Verfahren ist, wenn Ermittlungen gegen Abgeordnete eingeleitet werden. Sie bedeute keine Vorverurteilung, sondern sei Teil der rechtsstaatlichen Kontrolle. Für Krah gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

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