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Bundesregierung entdeckt plötzlich Herz für Nieren – oder zumindest für deren Spender

Jasmin777 (CC0), Pixabay
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Endlich gute Nachrichten für alle, die schon immer mal eine Niere verschenken wollten, aber einfach nicht die richtige Person kannten: Die Bundesregierung will Nierenspenden erleichtern. Gesundheitsministerin Nina Warken hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den großzügigen Austausch von Organen in Deutschland künftig einfacher machen soll – sozusagen „Tausche deine Niere gegen meine“.

Bisher galt nämlich: Wer seine Niere spenden wollte, musste entweder biologisch verwandt oder in einer romantischen Beziehung mit dem Empfänger stehen. Das war natürlich unpraktisch für alle, die ihre inneren Organe gern etwas… freizügiger verschenken wollten.

Jetzt wird’s modern: Überkreuz-Spende statt Romantik

Mit der neuen Regelung dürfen nun zwei Paare ihre Organe einfach über Kreuz tauschen, wenn’s im eigenen Haushalt nicht passt. Klingt fast nach einem Partnertausch der besonderen Art – nur eben auf medizinischer Ebene.
Ein bisschen so, als würde man beim Grillabend sagen: „Meine Niere passt nicht zu dir, aber vielleicht zu deiner Frau – Deal?“

Anonyme Spenden: Die Tinder-Version der Transplantation

Und damit nicht genug: Die Bundesregierung will auch anonyme Spenden erlauben. Endlich kann man einem völlig Fremden seine Niere schenken, ohne vorher Smalltalk führen oder gemeinsame Netflix-Vorlieben austauschen zu müssen.
So wird die Organspende quasi zum Blind Date der Medizin – romantisch, wenn man drüber nachdenkt.

Ein großer Schritt für die Menschheit – ein kleiner für den Gesetzgeber

Deutschland hat damit nur etwa 20 Jahre nach anderen Ländern entdeckt, dass Menschen auch ohne Blutsverwandtschaft füreinander spenden können. In den Niederlanden oder den USA klappt das nämlich schon seit Ewigkeiten – aber wir wollten wohl erst sichergehen, dass wirklich keiner was dagegen hat.

Gesundheitsministerin Warken zeigt sich jedenfalls begeistert: „Diese Reform kann Leben retten.“ – Sicher, aber wahrscheinlich erst, nachdem sie durch fünf Ausschüsse, drei Lesungen und eine Grundsatzdebatte über Datenschutz gegangen ist.

Fazit: Bürokratie mit Herz

Die Reform klingt also ganz nach deutscher Manier: kompliziert, spät, aber immerhin gut gemeint.
Wer also schon länger das Gefühl hatte, mit einer Niere zu viel durchs Leben zu gehen – jetzt ist der Moment gekommen, sich heldenhaft (und gesetzeskonform) zu erleichtern.

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