Die chinesische Bubble-Tea-Kette Mixue Ice Cream and Tea hat am Montag einen beeindruckenden Börsenstart hingelegt. Die Aktien des Unternehmens stiegen bei ihrem Debüt an der Hong Kong Stock Exchange um 40 %, was den bislang größten Börsengang des Jahres in der Finanzmetropole darstellt. Mixue konnte dabei 444 Millionen US-Dollar (ca. 352 Millionen Pfund) einsammeln.
Größer als McDonald’s und Starbucks
Obwohl Mixue außerhalb Asiens noch nicht weit verbreitet ist, übertrifft die Kette in Bezug auf die Anzahl der Filialen bereits globale Giganten wie McDonald’s und Starbucks. Das Unternehmen betreibt über 45.000 Filialen in China und 11 weiteren Ländern, darunter Singapur und Thailand. Zum Vergleich: McDonald’s kommt auf rund 43.000 Filialen, während Starbucks weltweit 40.576 Standorte betreibt.
Mixue ist bekannt für seine günstigen Getränke und Eiscreme, die durchschnittlich nur sechs chinesische Yuan (ca. 0,82 US-Dollar bzw. 0,65 Pfund) kosten. Besonders in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheiten in China – geprägt von Immobilienkrisen und schwachem Konsumentenvertrauen – hat sich das Unternehmen mit seinem preiswerten Angebot als äußerst beliebt erwiesen.
Ein Franchise-Riese mit cleverem Geschäftsmodell
Im Gegensatz zu Starbucks, das über die Hälfte seiner Filialen selbst betreibt, setzt Mixue fast ausschließlich auf Franchisenehmer. Zudem agiert das Unternehmen nicht nur als klassische Marke, sondern vor allem als Rohstofflieferant für seine Franchisenehmer. Diese Strategie hat Mixue geholfen, sich schnell zu expandieren und Marktführer in China für Bubble Tea, Eistee und Eiscreme zu werden.
Von der Studentenidee zum Milliardenunternehmen
Gegründet wurde Mixue 1997 von Zhang Hongchao, einem Studenten der Henan University of Finance and Economics. Ursprünglich startete er das Geschäft als Nebenverdienst für seine Familie – mittlerweile ist Mixue eine der bekanntesten Marken Chinas. Die Filialen sind mit dem Maskottchen „Snow King“ geschmückt, und die offizielle Mixue-Hymne läuft in den Läden in Dauerschleife.
Erfolgreicher Start im Vergleich zur Konkurrenz
Während Mixue mit einem starken Börsendebüt glänzte, lief es für kleinere Konkurrenten weniger gut. Die Bubble-Tea-Kette Guming erlebte im Februar einen schwachen Start an der Börse, ebenso wie der Chabaidao-Konzern im vergangenen Jahr.
Mit seinem starken Markteintritt und seinem expansiven Geschäftsmodell plant Mixue nun, weiter zu wachsen und seine globale Präsenz auszubauen.
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