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Brüssel reicht’s: EU wirft AliExpress Billig-Schrott, Chemiebomben und Markenklau vor

mmende (CC0), Pixabay
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Gefährliche Produkte, gefälschte Marken und ein Auge, das demonstrativ wegsieht: Die EU-Kommission hat der chinesischen Online-Handelsplattform AliExpress den sprichwörtlichen Warnschuss verpasst – wieder einmal. Nach Einschätzung Brüssels untergräbt der Plattformriese systematisch europäische Regeln und gefährdet damit Konsument:innen in der gesamten Union.

Die Anschuldigungen sind kein Pappenstiel: Illegale Markenfälschungen, gesundheitsgefährdende Chemikalien, dubiose Nahrungsergänzungsmittel – alles offenbar klickbereit, direkt aus China, versandkostenfrei ins EU-Wohnzimmer. Die EU-Kommission macht klar: AliExpress tut nicht genug, um diesen Handel mit verbotenem Ramsch zu unterbinden.

„Begrenzte Ressourcen“ nennt der Konzern als Ausrede – ein Milliardenunternehmen, das sich plötzlich als überforderte Digital-Krämerbude gibt. Und während AliExpress pflichtschuldig Sanktionen gegen schwarze Schafe in seinen AGB vermerkt, sieht Brüssel ein anderes Bild: Verwarnungen statt Konsequenzen, Wegschauen statt Eingreifen.

Versprechen, die im Warenkorb verstauben

AliExpress hatte der EU gegenüber bereits eine Liste voller guter Vorsätze abgegeben: Strengere Kontrolle von Arzneien und Supplements, keine Werbung für gefährliche Produkte durch Influencer. Alles schön und gut – aber offenbar nur auf dem Papier.

Die Kommission zeigt sich unbeeindruckt: Schöne Worte sind keine wirksame Kontrolle. Gefordert wird echtes Handeln, und zwar nicht in homöopathischen Dosen. Besonders brisant: Die Plattform profitiert massiv vom europäischen Binnenmarkt – doch wenn es um Haftung und Sicherheit geht, gibt sie sich gerne als bloßer digitaler Marktplatz ohne Verantwortung.

Digitaler Basar oder regulatorisches Niemandsland?

Was sich hier zeigt, ist ein altbekanntes Muster: Ein globaler Tech-Gigant verdient Milliarden, während Verbraucherschutz in einem Nebensatz abgehandelt wird. Die EU will das nicht länger hinnehmen – und könnte als Nächstes ein formelles Verfahren gegen AliExpress einleiten. Dann drohen Strafen – und im schlimmsten Fall sogar Einschränkungen im EU-Markt.

Fazit: Während europäische Händler sich an jedes Kleingedruckte halten müssen, dürfen Plattformriesen weiter giftige Schnäppchen, Elektroschrott und gefälschte Adidas-Schuhe ins Netz kippen. Wenn Brüssel es diesmal ernst meint, könnte AliExpress bald spüren, dass Europa mehr als nur ein Markt ist – nämlich ein Rechtsraum mit Zähnen.

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