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Brüssel genervt: TikTok, Instagram und Facebook sollen sich endlich benehmen

Pixelkult (CC0), Pixabay
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In Brüssel ist die Geduld am Ende. Die EU-Kommission hat heute festgestellt, was viele Nutzer schon lange wissen: TikTok, Instagram und Facebook halten sich an Regeln etwa so gern wie Katzen an Badezeiten.

Laut den wackeren Beamtinnen und Beamten in Brüssel verstoßen die drei Social-Media-Riesen gegen die EU-Verbraucherschutzvorschriften. Besonders Facebook und Instagram hätten ein „Mangel an Beschwerdekultur“ – was charmant klingt, aber heißt: Wer gesperrt wird, darf zwar meckern, aber keine Beweise einreichen. Also quasi: „Sie dürfen sich beschweren, aber bitte leise und ohne Unterlagen.“

Auch das Melden von Falschinformationen sei auf Meta-Plattformen schwierig. Brüssel spricht von „unzureichenden Möglichkeiten“. Übersetzt: Der „Melden“-Button funktioniert so zuverlässig wie ein Fahrstuhl in einem Horrorfilm – manchmal fährt er, manchmal löscht er dein Konto.

TikTok bekommt ebenfalls eins auf den Deckel. Die EU-Kommission vermutet, dass die App Wahlkämpfe, öffentliche Debatten und die allgemeine Hirnleistung junger Menschen gefährdet. Hinter TikTok steckt bekanntlich das chinesische Unternehmen ByteDance – das zwar betont, zu 60 Prozent in westlicher Hand zu sein, aber praktisch aus Peking gesteuert wird. Oder wie man in Brüssel sagt: „Ein bisschen China ist halt immer drin.“

Mark Zuckerberg darf sich derweil über die Aussicht freuen, mal wieder Post aus Brüssel zu bekommen. Gegen seinen Meta-Konzern laufen ohnehin schon mehrere Verfahren – diesmal geht’s um Kinder- und Jugendschutz, also darum, ob Teenager auf Instagram wirklich sehen müssen, was Influencer mit Lippenfillern, Energydrinks und Lebenskrisen so treiben.

Sollten Facebook, Instagram und TikTok nicht bald nachbessern, drohen Bußgelder von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Das klingt beeindruckend – bis man merkt, dass das für Meta etwa so schmerzhaft wäre wie ein Mückenstich auf einem Elefantenrücken.

Fazit: Brüssel schimpft, Meta nickt, TikTok tanzt – und der Nutzer bleibt gesperrt, weil er zu oft nach „Kundendienst“ gesucht hat.

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