Startseite Vorsicht Insolvenzen Breite Insolvenzwelle zum 18. November 2025 – Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistungen und Gesundheitswesen betroffen
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Breite Insolvenzwelle zum 18. November 2025 – Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistungen und Gesundheitswesen betroffen

kalhh (CC0), Pixabay
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Der 18. November 2025 zeichnet ein eindrückliches Bild der wirtschaftlichen Lage vieler deutscher Betriebe. Eine neue Serie von Insolvenzen zeigt erneut, wie verschiedenste Branchen unter anhaltendem Kostendruck, Auftragsrückgang und strukturellen Belastungen leiden. Mehrere Amtsgerichte meldeten eine Vielzahl von Verfahren – vom kleinen Dienstleister über Handels- und Modeunternehmen bis hin zu gesellschaftlich relevanten Einrichtungen wie Krankenhäusern und Bildungszentren.

Besonders im Fokus steht das Verfahren 162 IN 256/25 in Essen: Die Anger Systemtechnik GmbH aus Marl, eingetragen in Gelsenkirchen, musste Insolvenz anmelden. Die technischen Branchen trifft die konjunkturelle Unsicherheit derzeit besonders hart.

Aus dem gastronomischen und Lifestyle-Bereich folgt mit 9 IN 1128/25 die BEX Coffee GmbH aus Frankfurt am Main, geführt beim Amtsgericht Darmstadt. Kleine und mittelgroße Marken kämpfen sichtbar mit rückläufiger Konsumkraft.

Im Baubereich sowie spezialisierten Dienstleistungssektor reiht sich die BHC Demolition UG (haftungsbeschränkt) aus Kalkar ein (31 IN 19/25, Kleve). Auch traditionsreiche Institutionen geraten unter Druck: Die Carl Duisberg Centren gGmbH – ein bedeutender Bildungsanbieter – ist mit dem Aktenzeichen 70c IN 162/25 beim Amtsgericht Köln erfasst.

In Ludwigsburg betrifft es gleichzeitig die Der Entrümpler Meister Deutschland GmbH (5 IN 155/25), während in Dresden mit 534 IN 1432/25 die DS Hotelbetriebsgesellschaft mbH aufgeführt wird, was zeigt, wie stark Hotellerie und Dienstleistungen weiterhin belastet sind.

Die Reihe setzt sich fort mit neben vielen weiteren:

Friseurteam Warneke UG, Göttingen – 74 IN 27/25 GOE
FRUITLAND GmbH, Hamburg – 67b IN 285/25
Greyhall 2. Immobilien GmbH / MIRES Milan Real Estate Solutions 2. GmbH, Potsdam – 660 IN 173/25
H.W.S. Hanse-Wach- und Sicherheitsdienst UG, Lüneburg – 46 IN 78/25
JT Gebäudetechnik GmbH, Wuppertal – 507 IN 247/24

Besonders bedeutsam ist das Verfahren 51 IN 788/25 in Heidelberg: Das Krankenhaus Salem der Evangelischen Stadtmission Heidelberg gGmbH ist von einer Insolvenz betroffen – ein weiterer Hinweis darauf, dass die Gesundheitsbranche trotz ihrer Systemrelevanz zunehmend unter finanziellen Druck gerät.

Weitere Einrichtungen und Firmen aus Produktion, Immobilienwesen und Handel sind ebenfalls betroffen, darunter:

LR Hairstyling Lizenz GmbH, Dingolfing – IN 872/25
MAX Projekt GmbH, Groitzsch – 405 IN 1880/25
MVM-Mobility-Verkehrsmanagement Berlin GmbH3605 IN 4904/25
Norddeutsche Energie GmbH & Co. Infrastruktur eno KG, Ostseebad Rerik – 61a IN 663/25
OptiMize Solutions GmbH, Kaiserslautern – 1 IN 181/25
Ortenauer Speditionsgesellschaft mbH, Offenburg – 40 IN 583/25
P.A.B. Deutschland GmbH, Langenbach – IN 871/25
Steidinger Mode GmbH, Herbolzheim – 58 IN 767/25
TR Speditions- und Abfertigungs-GmbH, Oberderdingen – 106 IN 820/23
Winnen-Metall GmbH & Co. KG, Iserlohn – 100 IN 142/25

Damit zeigt der 18. November 2025 erneut die volle Breite der wirtschaftlichen Auswirkungen – vom Einzelhandel über Immobilienfirmen bis hin zu Krankenhausbetreibern und Traditionsbetrieben. Viele Unternehmen versuchen nun, sich durch Sanierungsmaßnahmen oder Investorenlösungen neu zu organisieren, während Gläubiger und Gerichte die nächsten Schritte prüfen.

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