Startseite Allgemeines Boeing kannte defektes Bauteil vor tödlichem UPS-Absturz – NTSB veröffentlicht brisante Details
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Boeing kannte defektes Bauteil vor tödlichem UPS-Absturz – NTSB veröffentlicht brisante Details

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Das Flugzeugunglück eines UPS-Frachtflugs im November 2025, bei dem 15 Menschen ums Leben kamen, hätte womöglich verhindert werden können. Wie neue Erkenntnisse der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) zeigen, war der US-Flugzeughersteller Boeing bereits seit 14 Jahren über Probleme mit einem Bauteil informiert, das beim Absturz versagte.

Absturz nach Triebwerksverlust

Der Flug 2976 war am 4. November 2025 um 17:15 Uhr vom Flughafen Louisville Muhammad Ali International Airport gestartet und auf dem Weg nach Hawaii, als das Flugzeug kurz nach dem Start in Flammen aufging und in ein nahegelegenes Industriegebiet stürzte.

Alle drei Besatzungsmitglieder an Bord der Boeing MD-11F kamen ums Leben, ebenso wie zwölf Personen am Boden. Fast zwei Dutzend weitere Menschen wurden verletzt. Der Unfall gilt als der tödlichste in der Geschichte der UPS Airlines.

Kritisches Bauteil: Pylon-Verbindung zum Triebwerk

Laut dem am 14. Januar 2026 veröffentlichten NTSB-Bericht brach ein Pylon, also die Struktur, die das Triebwerk mit dem Flügel verbindet. Der linke Pylon samt Triebwerk löste sich nach dem Start, was letztlich zum Absturz führte.

Brisant: Bereits 2011 hatte Boeing in einem Schreiben an Fluggesellschaften auf vier ähnliche Vorfälle bei MD-11-Maschinen hingewiesen. Dabei wurden Materialermüdungsrisse am gleichen Bauteil dokumentiert. Boeing kündigte damals an, das Wartungshandbuch zu überarbeiten und neue Inspektionsroutinen einzuführen.

Versäumnisse bei Wartung und Kommunikation?

Die NTSB untersucht derzeit, ob:

  • Boeing ausreichende Maßnahmen zur Überprüfung der betroffenen Teile umgesetzt hat,

  • die UPS diese Hinweise in ihre Wartungspraxis übernommen hat,

  • und wie die Kommunikation zwischen Boeing und der US-Luftfahrtbehörde FAA im Zusammenhang mit dem Service-Hinweis ablief.

Ein endgültiger Bericht wird in den kommenden zwei Jahren erwartet.

Klage der Opferfamilien gegen UPS und GE

Die Angehörigen der Opfer haben inzwischen Klage gegen UPS und General Electric (GE) eingereicht – GE hatte das Triebwerk geliefert. Sie werfen den Unternehmen vor, „gefährlich und unsicher“ gehandelt zu haben.

Folgen für Logistik und Luftfahrt

Der Absturz hatte nicht nur tragische menschliche Folgen, sondern auch massive Auswirkungen auf den Betrieb von UPS Worldport, einem der größten Logistikzentren der Welt. Lieferketten wurden unterbrochen, der Versand verzögerte sich weltweit.

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