Die Polizei von West Yorkshire ermittelt in einem Fall von illegaler Stromnutzung zur Gewinnung von Kryptowährungen. Wie die Beamten mitteilten, wurde am Mittwoch gegen 12:15 Uhr in einem Industriegebäude an der Holme Lane in Bradford ein professionell betriebenes Krypto-Mining-Setup entdeckt, das sich unerlaubt an das Stromnetz angeschlossen hatte.
Vor Ort fanden die Ermittler eine Reihe leistungsstarker Computerterminals vor, deren Betrieb durch eine manipulierte Stromversorgung sichergestellt wurde.
Krypto-Mining – insbesondere bei Währungen wie Bitcoin – ist äußerst energieintensiv. Der Prozess erfordert das Lösen komplexer mathematischer Probleme mit Hilfe spezialisierter Hardware. Als Gegenleistung erhalten die „Miner“ digitale Währungseinheiten.
Ein Sprecher der Polizei erklärte, dass weiterhin ein Tatort gesichert sei und forderte die Öffentlichkeit auf, Hinweise zu melden:
„Wir bitten alle Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Informationen zum Vorfall liefern können, sich bei uns zu melden.“
Wie hoch der verursachte Stromschaden ist oder wie lange der Betrieb bereits lief, ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.
Hintergrund: In den vergangenen Jahren kam es in Großbritannien immer wieder zu ähnlichen Vorfällen, bei denen illegale Mining-Farmen ganze Industriehallen belegten – teils unter dem Deckmantel von legalen Geschäftstätigkeiten. Der hohe Energieverbrauch solcher Anlagen macht sie besonders anfällig für kriminelle Energiequellen.
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