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Berlusconi airport

ArminEP (CC0), Pixabay
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Die Pläne, den größten Flughafen Norditaliens, den Airport Mailand Malpensa, nach dem kürzlich verstorbenen früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zu benennen, stoßen auf heftigen politischen Widerstand.

Die oppositionelle Sozialdemokratische Partei (Partito Democratico/PD) hat sich entschieden gegen dieses Vorhaben gestellt. In Mailand hat die PD die Initiative „Giu le mani da Malpensa“ (Hände weg von Malpensa) ins Leben gerufen und ruft die Bürger dazu auf, an einem Forum teilzunehmen, um alternative, „unparteiische“ Namensvorschläge für den Flughafen einzubringen.

Der PD-Vorsitzende im Regionalrat der Lombardei, Pierfrancesco Majorino, betonte, dass es sich bei den neuen Namensvorschlägen um Persönlichkeiten handeln solle, die nicht parteipolitisch verortet sind.

Im Gegensatz dazu begrüßt die Familie Berlusconis die geplante Umbenennung ausdrücklich. Silvios Bruder Paolo Berlusconi erklärte, er sei „überglücklich“ über diese Entscheidung. „Silvio ist Teil der italienischen Geschichte, und niemand wird das ändern können“, sagte er.

Die italienische Zivilluftfahrtbehörde ENAC hat einen Antrag der Region Lombardei auf Umbenennung des Flughafens Malpensa zu Ehren Berlusconis bereits genehmigt. Verkehrsminister Matteo Salvini, der der rechtsgerichteten Regierungspartei Lega angehört und ein langjähriger Verbündeter Berlusconis war, äußerte die Erwartung, dass die Umbenennung nun umgesetzt werde.

Somit zeichnet sich ein politischer Konflikt um die Namensgebung des wichtigen Flughafens Mailand Malpensa ab, der die Spaltung der italienischen Politik nach dem Tod Berlusconis widerspiegelt.

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