Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt aktuell vor Angeboten rund um sogenannte Memecoins. In sozialen Netzwerken werden diese Kryptowährungen von sogenannten „Finfluencern“ oft als schnelle Möglichkeit zu hohen Gewinnen angepriesen. Doch die Realität ist: Wer investiert, kann sein gesamtes Geld verlieren.
Was sind Memecoins überhaupt?
Memecoins sind Kryptowerte, die in der Regel kaum oder gar keine technologische Funktionalität besitzen. Im Gegensatz zu etablierten Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum haben sie meist keinen ernsthaften Anwendungszweck.
Der Name kommt daher, dass diese digitalen Coins häufig auf Internet-Memes zurückgehen – also auf lustige, sarkastische oder virale Bilder, Videos oder Texte, die in den sozialen Medien geteilt werden. Bekannte Beispiele sind Dogecoin (basierend auf dem Internet-Meme eines Shiba-Inu-Hundes) oder Shiba Inu Coin.
Die Attraktivität solcher Coins entsteht weniger durch ihre Technologie, sondern durch Humor, Gruppendynamik und Hype in Online-Communities.
Warum sind Memecoins riskant?
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Kursbewegungen hängen vom Hype ab: Wenn viele Menschen über einen Coin sprechen oder er viral geht, kann der Preis stark steigen – unabhängig vom eigentlichen Wert.
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Plötzliche Einbrüche: Genauso schnell wie die Kurse steigen, können sie wieder fallen – im schlimmsten Fall bis auf null.
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Interessenkonflikte bei Werbung: Finfluencer, die Memecoins anpreisen, verschweigen oft, dass sie selbst von Kurssteigerungen profitieren wollen.
Was sagt die BaFin?
Die Finanzaufsicht rät Anlegerinnen und Anlegern, extrem vorsichtig zu sein:
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Prüfen Sie Memecoin-Angebote sehr kritisch.
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Machen Sie sich bewusst, dass es sich um hochspekulative Anlagen handelt.
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Rechnen Sie immer mit der Möglichkeit eines Totalverlusts.
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