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Auslieferung beantragt

slightly_different (CC0), Pixabay
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Im Zuge der Razzia im „Reichsbürger“-Milieu sind am Mittwoch auch zwei Männer in Italien und Österreich verhaftet worden. Für die beiden leitete die deutsche Bundesanwaltschaft nun ein Auslieferungsverfahren ein. Bei dem im österreichischen Kitzbühel verhafteten Mann soll es sich um einen prominenten Sternekoch handeln.

Wann die beiden Männern den Ermittlungsrichtern des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe vorgeführt werden können, stand am Freitag noch nicht fest. Über den in Österreich verhafteten Mann wurde inzwischen die Übergabehaft verhängt, sagte der Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft, Hansjörg Mayr, zur APA. Ob der Verdächtige tatsächlich ausgeliefert wird, entscheide sich aber erst in zwei Wochen im Zuge der nächsten Haftprüfung, betonte der Sprecher. Dann werde über die Übergabe entschieden. Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe habe ein entsprechendes Ersuchen gestellt.

In Italien wurde unterdessen der in der italienischen Stadt Perugia festgenommene deutsche Staatsbürger einem Gericht vorgeführt. Während der Anhörung am Freitag wies der ehemalige Oberstleutnant einer deutschen Spezialeinheit die Vorwürfe zurück, wegen derer er am Mittwoch inhaftiert worden war. Das Gericht entschied dennoch, dass er in Untersuchungshaft bleiben muss.

Die 23 in Deutschland festgenommenen Beschuldigten befinden sich seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Mit Ausnahme einer Russin haben alle Verdächtigen den Angaben zufolge die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Behörde hatte am Mittwoch in einer der größten Polizeiaktionen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 25 Menschen festnehmen lassen. 22 von ihnen wirft sie vor, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein, die das politische System in Deutschland stürzen wollte. Drei weitere Festgenommene gelten als Unterstützer. Insgesamt gibt es 54 Beschuldigte, darunter auch ein Beamter des Landeskriminalamts (LKA) in Niedersachsen. Er ist wegen strafrechtlicher Ermittlungen vom Dienst freigestellt, habe aber „bereits längerfristig keine Dienstgeschäfte für das LKA Niedersachsen mehr ausgeübt“, so das niedersächsische Innenministerium.

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