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Aschermittwoch

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Der Aschermittwoch ist im Christentum – vor allem in der katholischen und evangelischen Kirche – der Beginn der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern. Er markiert einen bewussten Übergang von der närrischen Ausgelassenheit des Karnevals hin zu einer Zeit der Besinnung.

Religiöse Bedeutung

Der Tag steht für:

  • Umkehr und Neuanfang
  • Buße und innere Reinigung
  • Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

Im Gottesdienst wird Gläubigen ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet. Dabei spricht der Geistliche Worte wie:

„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.“
oder
„Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“

Die Asche stammt traditionell von den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres. Sie symbolisiert Vergänglichkeit, Demut und die Bereitschaft zur Veränderung.

Beginn der Fastenzeit

Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit, die 40 Tage dauert (die Sonntage werden nicht mitgezählt).

Viele Menschen verzichten in dieser Zeit bewusst auf:

  • Alkohol oder Süßigkeiten
  • Fleisch
  • digitale Medien
  • oder andere persönliche Gewohnheiten

Die Zahl 40 erinnert an biblische Ereignisse wie:

  • Jesu 40 Tage in der Wüste
  • die 40-jährige Wüstenwanderung Israels

Ende des Karnevals

Gesellschaftlich markiert der Aschermittwoch das offizielle Ende der Faschings- und Karnevalszeit.
Nach ausgelassenen Feiern, Umzügen und Partys beginnt traditionell eine ruhigere Phase.

Politischer Aschermittwoch

Besonders in Bayern, aber inzwischen bundesweit, ist der Politische Aschermittwoch fester Bestandteil des politischen Kalenders.

Typisch sind:

  • große Parteiveranstaltungen
  • scharf formulierte Reden
  • pointierte, oft polemische Angriffe auf politische Gegner
  • viel Medienaufmerksamkeit

Der bekannteste Politische Aschermittwoch findet traditionell in Passau (CSU) statt. Auch andere Parteien – SPD, Grüne, FDP, AfD und weitere – veranstalten eigene Kundgebungen.

Diese Veranstaltungen haben eher Volksfestcharakter:

  • Bierzelte
  • Blasmusik
  • deftige Speisen
  • kämpferische Stimmung

Historisch geht der politische Aschermittwoch auf bäuerliche Versammlungen im 19. Jahrhundert zurück, bei denen nach dem Viehmarkt politische Themen diskutiert wurden.

 Zusammengefasst

Der Aschermittwoch ist:

  • Beginn der christlichen Fastenzeit
  • Zeichen für Besinnung und Neubeginn
  • Ende der Karnevalssaison
  • zugleich ein wichtiger Tag im politischen Kalender Deutschlands

Er verbindet damit religiöse Tradition, gesellschaftlichen Wandel und politische Inszenierung auf einzigartige Weise.

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