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„Arbeiter zuerst“ – und zwar ganz hinten in der Reihe

Peggy_Marco (CC0), Pixabay
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 Während die einen am Grill standen und Würstchen wendeten, zogen Tausende durch die Straßen Amerikas, um daran zu erinnern, dass „Arbeit“ in „Arbeiterklasse“ nicht bloß eine nostalgische Fußnote ist. Unter dem Motto „Workers Over Billionaires“ (zu Deutsch: „Arbeiter über Milliardäre“ – keine Sorge, nur metaphorisch gemeint) fanden am Labor Day landesweit Proteste statt, bei denen die arbeitende Bevölkerung den Milliardären mal kurz mitteilte, dass sie existiert.

Die Demonstranten – darunter Lehrer, Blechbieger, Polizisten, Gewerkschafter und wahrscheinlich ein paar verwirrte Touristen – forderten so Ungeheuerliches wie gerechte Löhne, Wertschätzung und die revolutionäre Idee, dass Menschen wichtiger sind als Hedgefonds.

Doch keine Sorge: Das Weiße Haus reagierte prompt. Ein Sprecher lobte Donald Trump dafür, mehr für Arbeiter getan zu haben als jeder andere – wahrscheinlich seit den Pyramidenbauern.

In Städten wie Boston, Detroit und Chicago wurde fleißig marschiert, gesungen, getanzt – und natürlich protestiert. In Vero Beach klagte eine Teilnehmerin: „Er (Trump) zerstört unsere Demokratie, Institution für Institution.“ Wahrscheinlich hat sie es satt, dass der einzige Ort mit echter Tarifbindung noch das Disney World ist.

Aber hey – immerhin gab’s auch Tacos, Blasmusik und Kinderbespaßung. Die Revolution mag nicht im Fernsehen laufen, aber sie hat Snacks.

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